WhatsApp

AKTUELLES

Presseaussendungen, Pressemeldungen, Fachartikel, Veranstaltungen und Steuernews. Das alles sollten Sie nicht versäumen!

Presseaussendungen

Dienstag, 20. Oktober 2020

Behördlich geschlossene Betriebe urgieren Entschädigung

Wien (OTS) - Prodinger: „Lage der Saisonhotellerie katastrophal, Betriebe brauchen Sofortmaßnahmen!“

Anders als die meisten durch die Coronakrise geschädigten Unternehmer haben viele Hoteliers und Gastronomiebetriebe (Tirol) Anspruch auf Entschädigung für ihren Verdienstentgang. Denn Hotels in Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Kärnten wurden im März geschlossen, bevor die Regierung mit ihrem „Covid-19-Maßnahmengesetz" die Schadenersatzansprüche für stillgelegte Unternehmen gestrichen hat.

Im Sommer veröffentlichte die Regierung eine Verordnung, die die Berechnung der Entschädigungsansprüche genau regelt. Es geht bei den Entschädigungen um die ersten zwei Wochen ab 15. März – maßgeblich war damals das Epidemiegesetz, das eine Entschädigung vorsieht, und nicht das erste Covidgesetz. Danach wurden die Verordnungen von den einzelnen Bezirkshauptmannschaften auf die neue Rechtsgrundlage umgestellt – aus Betriebsschließungen wurden Betretungsverbote für Gäste. "Seit Monaten warten die Betriebe auf die Auszahlungen des Verdienstentgangs", sagt Mag. Lukas Prodinger von der Prodinger Steuerberatung.

Der infolge der jüngsten Reisewarnungen erfolgte Einbruch bei den Buchungen für die kommende Wintersaison wirkt sich katastrophal auf die Liquidität der Betriebe aus. Anzahlungen für gesicherte Buchungen bleiben aus und es fehlen die finanziellen Mittel, um über den Herbst zu kommen. „Daher ist es äußerst wichtig, der Verordnung nachzukommen und die Entschädigungen in den nächsten Tagen auszuzahlen“, richtet Dr. Manfred Schekulin von Prodinger einen dringenden Appell an die zuständigen Behörden.

Prodinger Beratungsgruppe
Thomas Reisenzahn
t.reisenzahn@prodinger.at
01/8907309

Artikel aufrufen
Sonntag, 02. August 2020

Anspruch auf Entschädigung für jene Betriebe, die nach dem Epidemiegesetz geschlossen wurden

Wien (OTS) - Ein Aufatmen geht durch die Corona-gebeutelte Beherbergungswirtschaft. Eine neue Verordnung des Gesundheitsministers sieht endlich konkrete Entschädigungen auf Basis des Epidemiegesetzes vor. Damit konnte ein alter Zankapfel zwischen Behörden und betroffenen Hoteliers beseitigt werden, schätzt Thomas Reisenzahn von der Prodinger Tourismusberatung die jüngste Entwicklung positiv ein: "In der seit Wochen heftig geführten Diskussion über mögliche Vergütungen als Ausgleich für die Mitte März 2020 behördlich verordneten Betriebsschließungen haben sich offenbar wirtschaftliche Vernunft und auch Verständnis für die Situation der Hotellerie durchgesetzt. Ein weiterführender Erfolg wird in der Branche sehr positiv gesehen, da es doch um viel Geld geht".

Bekanntlich waren in einigen Bundesländern Tourismusbetriebe auf Basis des Epidemiegesetzes behördlich geschlossen worden. Dieses Gesetz sieht Entschädigungen für die betroffenen Unternehmen vor. Die jetzt vom Gesundheitsminister erlassene Verordnung regelt, wie die Ansprüche auf Entschädigung nach dem Epidemiegesetz berechnet und abgewickelt werden können.

Die betroffenen Betriebe waren zu Beginn der Corona-Krise gemäß § 20 des Epidemiegesetzes 1950 geschlossen worden. In diesem Fall sieht das Epidemiegesetz eine relevante Vergütung für den dadurch ausgelösten Verdienstentgang vor. Da es vor der aktuellen Pandemie diesbezüglich kaum Fälle gab, war bisher keine allgemein gültige Berechnungsmethode für diesen Verdienstentgang bekannt. In der Praxis wurden verschiedene Verfahren angewandt, die entweder den fehlenden Deckungsbeitrag ermitteln (Umsatzentfall abzüglich der variablen Kosten) oder das tatsächlich erwirtschaftete Ergebnis während der Schließung einem theoretisch möglichen Ergebnis gegenüberstellen.

Die Vergütungsanträge gemäß Epidemiegesetz waren bei den jeweiligen Bezirkshauptmannschaften einzubringen. Um hier eine einheitliche Vorgangsweise und Richtlinie für die Bearbeitung der Fälle durch die Behörde zu schaffen, hat der Gesundheitsminister die oben erwähnte Verordnung erlassen („EpG-Berechnungs-Verordnung“). „Wir hatten die Möglichkeit, unsere Erfahrungen und Anregungen zur Berechnung eines praktikablen und mit vertretbarem Aufwand feststellbaren Entschädigungsbetrages einzubringen“, erklärt Dr. Manfred Schekulin von Prodinger, der in dieser Streitfrage als Experte involviert war. Die Federführung für die Bundesländer hatte übrigens LH Wilfried Haslauer inne.

Ausgangspunkt bzw. Vergleichsmaßstab ist das EBITDA, oder vereinfacht ausgedrückt das Betriebsergebnis (zur Erklärung: EBITDA steht für „ Earning Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization“, also „Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte“).

Folgende Berechnungsmethode liegt dem zugrunde (Die Verordnung sieht folgenden Ablauf vor):

  • Ermittlung des EBITDA im Monat der Schließung nach dem Epidemiegesetz (März 2020)
  • Ermittlung des EBITDA im entsprechenden Vorjahreszeitraum (März 2019)
  • Wertsicherung des Vorjahresergebnisses, das heißt Hochrechnung auf ein theoretisch zu erwartendes Ergebnis für das heurige Jahr abgeleitet aus der Ergebnisveränderung der Monate Jänner und Februar gegenüber dem Vorjahr.
  • Vergleich des IST-Ergebnisses März 2020 mit dem hochgerechneten SOLL-Ergebnis = Verdienstentgang für März 2020

Es wird ein einheitliches Formular im Excelformat geben, in dem diese Ableitungen nachvollziehbar darzustellen sind (Bei der Prodinger Beratungsgruppe ist dieses Formular erhältlich). Die Behörden können sie damit leicht überprüfen. Gegenüber den bisher eingereichten Berechnungen können sich je nach Berechnungsmethode positive oder negative Abweichungen ergeben.

Zu beachten ist, dass die diversen staatlichen Unterstützungsmaßnahmen (insbesondere Fixkostenzuschuss und Härtefallfonds) gegenseitig angerechnet werden, sodass es hier zu keiner Doppelförderung kommen kann. Auch allfällige Zahlungen einer Betriebsunterbrechungsversicherung kürzen den Anspruch.

Sollte ursprünglich irrtümlicherweise der Antrag auf Vergütung nach Epidemiegesetz nicht innerhalb der 6-Wochenfrist nach Ende der behördlichen Schließung eingebracht worden sein, stellt dies kein Problem dar, da in einer der letzten Novellierungen die Antragsfrist auf 3 Monate verlängert wurde und alle abgelaufenen Fristen im Zusammenhang mit COVID-19 mit 07.07.2020 neu zu laufen begonnen haben. Faktisch können daher bis 07.10.2020 noch Anträge bei der zuständigen BH eingebracht werden.

Prodinger Beratungsgruppe
Thomas Reisenzahn
+43 6542 736 61-1644
t.reisenzahn@prodinger.at

Artikel aufrufen
Dienstag, 19. Mai 2020

Was der Tourismus zur Wiederbelebung dringend braucht

Wien (OTS) - Neun-Punkte-Plan mit zentralen Forderungen: Lohnabgaben reformieren, Eigenkapital anders bewerten und steuerneutrale Betriebsaufgaben ermöglichen - Weiters notwendig sind Verlustrücktrag und Regelung für Aushilfen bei der Wiederbelebung.

Das Corona-Jahr wird der heimischen Hotellerie den bisher schlimmsten Absturz bringen. Den Betrieben droht ein Verlust von bis zu 4,2 Milliarden Euro. In der Gastronomie könnten die Einbußen rund 3,3 Milliarden Euro betragen - zusammen also bis zu siebeneinhalb Milliarden Euro. Vor diesem bedrohlichen Hintergrund hat die Prodinger BERATUNGSGRUPPE jetzt einen Neun-Punkte-Plan für die Operation Wiederaufbau erstellt, dessen zentrale Punkte dringend umzusetzen sind.

Mitarbeiter und Unternehmer

Gerade im Tourismus sind Löhne und Gehälter entscheidend dafür, ob es in den nächsten Jahren wieder wettbewerbsfähige Hotelleistungen geben wird oder nicht. Es braucht daher ein Szenario für eine Post-Corona-Kurzarbeit. Eine Verlängerung des Kurzarbeitsprogramms und Anpassung an die tatsächliche Krisendauer ist unausweichlich.

Die Covid-19 Maßnahmen haben den Unternehmerlohn vergessen. Es sollte dringend eine Gleichbehandlung zur Kurzarbeitsregelung geschaffen werden. „Nachdenklich stimmt vor allem der Umstand, dass viele Unternehmer versuchen ihre Dienstnehmer über die Kurzarbeit weiter zu beschäftigen, der Unternehmer selber aber oftmals bei den Unterstützungsmaßnahmen durch den Rost fällt“, sagt Mag. Christoph Magauer von der Prodinger Steuerberatung. Im Gegenteil durften diese Unternehmer oft auch noch ohne Unterstützung die Beträge für die Kurzarbeit vorstrecken. Die Wertschätzung gegenüber den Unternehmen lässt leider sehr zu wünschen übrig!

Personalverrechnung grundlegend reformieren

Die Prodinger Tourismus- und Steuerberatung ist in viele Betriebsabläufe der Hotellerie involviert und weiß daher aus erster Hand, wo die Probleme liegen: Die hochgezüchtete Personalverrechnung ist heute in manchen Bereichen so schwer durchschaubar und unflexibel, dass sie mit der komplexen „neuen Normalität“ nicht mithalten kann. Dies wird insbesondere bei den Kurzarbeitsfällen deutlich. „Auch wird zu viel zwischen Bruttolohn und Nettolohn abgezweigt. So verdienen die Mitarbeiter zu wenig und die Betriebe müssen zu viel bezahlen“, erklärt Dr. Manfred Schekulin von der Prodinger Steuerberatung mit Nachdruck. Wie Schekulin hervorhebt, braucht es eine einheitliche Dienstgeberabgabe. Die Bemessungsgrundlagen müssen vereinheitlicht werden. "Wir müssen weg von der kompliziertesten Lohnverrechnung der Welt".

Aushilfen

Aushilfen konnten bis zum 31.12.2019 an 18 Tagen im Jahr abgabenfrei beschäftigt werden. Diese Regelung war zu kompliziert und ist ausgelaufen. Seither gibt es keine Lösung! Wenn die Betriebe weniger Gäste und eine geringe Planungssicherheit haben, brauchen sie ein flexibles und praxisgerechtes Aushilfenmodell. Es sollte möglich sein, eine pauschalierte Dienstgeberabgabe (für Lohnsteuer, Sozialversicherung und Lohnnebenkosten) von 25% abzuführen, mit Endbesteuerungswirkung nach dem Vorbild der KESt und gleichzeitiger Limitierung der Endbesteuerung je Aushilfe mit der 12-fachen Geringfügigkeitsgrenze p.a. (Eine Überprüfung ist anhand der übermittelten Lohnzettel jederzeit möglich).

Steuerneutrale Betriebsaufgabe befristet ermöglichen

Eine Betriebsaufgabe ist oft mit hohen steuerlichen Belastungen verbunden (Versteuerung stiller Reserven), sodass "Zombieunternehmen" noch jahrelang fortgeführt und die gesunden Unternehmen preislich massiv unterboten werden. Findet sich kein Käufer, muss die Steuerlast aus privaten Mitteln aufgebracht werden. Prodinger schlägt eine befristete Regelung vor, die zur notwendigen Strukturbereinigung eine steuerfreie Betriebsaufgabe bis 31.12.2022 ermöglicht. Dies stärkt die lebensfähigen Betriebe und verhindert Insolvenzen.

Ab 2023 soll die Betriebsaufgabe mit einem Viertel-Steuersatz belastet sein, da sich die stillen Reserven oft über lange Zeit aufgebaut haben und entsprechend Scheingewinne aus der Geldentwertung zu versteuern sind. Derzeit ist lediglich bei Steuerpflichtigen über 60 Jahren der halbe Einkommensteuersatz möglich. Das Alterslimit ist zu streichen.

Eigenkapital gehört anders bewertet

Das Problem der geringen Eigenkapitalquote wird sich durch die Covid-19 Krise nochmals deutlich verschärfen. Bei den Überbrückungsfinanzierungen war diese Problematik bei der Beurteilung der Anträge schon jetzt eine große Herausforderung. "Hier schlagen wir eine befristete Übergangsregelung bis 31.12.2022 vor, wonach das Vermögen begünstigt mit dem Viertel-Steuersatz aufgewertet werden kann und die Bilanzen das echte Eigenkapital aufweisen. Dadurch wird die Bonität gestärkt und langfristig die Abschreibungsbasis erhöht", erläutert Schekulin. Für die vielen anstehenden Betriebsübernahmen wäre das eine wesentliche Erleichterung. Da die Bereitschaft zu Betriebsbernahmen im Tourismus ohnehin rar ist, soll ähnlich dem Abschmelzmodell der deutschen Erbschaftsteuer die Steuerbelastung überhaupt wegfallen, wenn der Betrieb zumindest 5 Jahre vom Nachfolger fortgeführt wird.

Benachteiligung von Eigenfinanzierung abschaffen

Viele Betriebe werden zusätzliche Geldmittel vom Eigentümer brauchen. Legt man das Geld bei der Bank an, beträgt die Steuerbelastung 25% KESt, gibt man die Gelder seiner eigenen Gesellschaft, geht die Steuerlast bis 55%. „Es muss für Gesellschafterdarlehen auch die günstigere KESt gelten“, fasst Magauer zusammen.

Verlustrücktrag

Um eine Pleitewelle zu verhindern und Eigenkapital zu stärken, braucht es aber noch weitere Instrumente. "Unternehmen müssen ihr Eigenkapital, das massiv abschmilzt, steuerfrei wieder auffüllen und Verluste in diesem Jahr mit vergangenen Gewinnen gegenrechnen können", heißt es in dem Strategiepapier. Heuer werden viele Betriebe einen Verlust schreiben und mit Steuernachzahlungen für das Vorjahr belastet sein. Wie in anderen Ländern soll die Möglichkeit geschaffen werden, den heurigen Verlust mit dem Gewinn des Vorjahres zu verrechnen, um nicht in der Krise Steuern für ein gutes Vorjahr zu zahlen.

Fixkostenzuschuss

Die Hotellerie ist eine Branche mit sehr hohen Fixkosten, sodass die derzeitige Regelung der Fixkostenzuschüsse aus dem Hilfsfonds an der wirtschaftlichen Realität weit vorbeigeht. Bei einem Umsatzausfall von beispielsweise 50% werden 25% der Fixkosten ersetzt – und das nur für 3 Monate! Für die fehlende Fixkostendeckung nach diesen 3 Monaten sind die Betriebe auf zusätzliche Kreditaufnahmen angewiesen. Allfällige Vergütungen für den Verdienstentgang nach Epidemiegesetz kürzen in voller Höhe den Fixkostenzuschuss selbst, und nicht die Fixkosten als Basis für die Berechnung des Zuschusses. Diese Berechnungsmethode muss dringend geändert werden.

Investitionsförderung

Für 2021 sollte schließlich ein Investitionszuschuss auf Anschaffungs-und Herstellungskosten in Höhe von 10 Prozent eingeführt werden, um dringende Investitionen zu ermöglichen.

PRODINGER Beratungsgruppe

Dr. Manfred Schekulin
+43 6412 4077 0 | m.schekulin@prodinger.at
Mag.jur. Christoph Magauer
+43 6562 6296 | c.magauer@prodinger.at

Artikel aufrufen
Dienstag, 21. April 2020

Entschädigungen für Betriebsschließungen basieren bis Ende März auf dem Epidemiegesetz

Es gibt mehrere Varianten, um die Ansprüche zu berechnen

Als die ersten Verordnungen über die Schließung von Beherbergungs-und Seilbahnbetrieben erfolgte, gab es als Basis nur das Epidemiegesetzes. Dieses sieht vor, dass der Verdienstentgang ausgeglichen wird. Konkret bedeutet dies: Im Falle angeordneter Betriebsschließungen wegen Seuchen sind die betroffenen Betriebe zu entschädigen. Im Gegensatz dazu steht das von der Regierung mit Geltung vom 16. März erlassene Covid-19-Gesetz.

Laut dem Epidemiegesetz muss der Verdienstentgang ausgeglichen werden, nämlich das „fortgeschriebene wirtschaftliche Einkommen“. Zudem können Betriebe in bestimmten Fällen die während der Sperre angefallenen Lohnkosten zurückfordern, regelmäßig sind diese aber schon im Verdienstentgang enthalten. Die Prodinger Beratungsgruppe bietet Tools zur Berechnung des Verdienstentganges an.

Ausgangslage:

Mit der “Verordnung betreffend Schließung des Seilbahnbetriebes und von Beherbergungsbetrieben zur Eindämmung der Ausbreitung von SARS-Cov-2“, erlassen durch die Bezirkshauptmannschaften und überwiegend datiert mit 13.3.2020, wurde das Inkrafttreten mit 16.3.2020, 20 h, verfügt. Dabei wurde auf § 20 Abs.1 und Abs.4 EpG Bezug genommen. Gegen Ende März 2020 wurden diese Verordnungen aufgehoben und durch Verordnungen ersetzt, welche die Betriebsschließungen mit Bestimmungen des COVID-19-Maßnahmengesetzes BGBl I Nr. 12/2020 begründen (kundgemacht soweit erkennbar zu unterschiedlichen Zeitpunkten). In den folgenden Ausführungen geht die Prodinger Beratungsgruppe davon aus, dass ab 16.3.2020 ein Vergütungsanspruch nach EpG besteht. Verschiedene Rechtsmeinungen sehen das Ende des Anspruchs entweder am 25.3., 27.3., 2.4. oder 13.4.2020.

Wir gehen davon aus, dass die Bezirkshauptmannschaften den Verdienstentgang zahlen müssen.

Welche Möglichkeiten gibt es, die Ansprüche zu berechnen?

1. Deckungsbeitrag: Umsatzentgang abzüglich variable Kosten – Basis März Vorjahr

Diese sehr einfache Berechnungsmethode wird zum Beispiel von den Prozessfinanzierern angewandt. Dabei wird der März-Umsatz des Vorjahres herangezogen, ein durchschnittlicher Tagesumsatz ermittelt und davon die ersparten (variablen) Kosten abgezogen. Die als Kostenersparnis einzusetzenden Prozentsätze sind aus den Vormonaten oder aus dem Vorjahr abzuleiten bzw. zu schätzen. Der so errechnete verlorene Deckungsbeitrag eines Tages wird mit der Anzahl der Schließtage vervielfacht.

1a. Deckungsbeitrag: Umsatzentgang abzüglich variable Kosten – Hochrechnung März 2020

Diese Berechnungsmethode ist grundsätzlich gleich wie jene unter Punkt 1, jedoch unter Berücksichtigung einer Valorisierung, abgeleitet aus der Entwicklung der Umsätze Jänner und Februar 2020 im Vergleich zu den Vorjahresumsätzen im Jänner und Februar. Mit dieser Methode wird der aktuelle Saisonverlauf besser abgebildet.

2. Gegenüberstellung IST-Bruttoeinkommen März 2019 mit IST-Bruttoeinkommen März 2020

Während die vorgenannte Methode vom fehlenden Umsatz ausgeht, wird im zweiten Fall die Verschlechterung des Einkommens, also das Monatsergebnisses betrachtet. In der einfachsten Form wird lediglich der Ist-Wert des aktuellen Monats März mit dem Ist-Wert des Vorjahresmonats März verglichen. Eine Aufteilung des aktuellen Verdienstentganges auf die Schließtage nach Epidemiegesetz und allfällige sonstige Schließungen hat zu erfolgen. Eine „Fortschreibung“ des Einkommens wie im Gesetzestext gefordert sehen wir hier aber nicht. Die Buchhaltung für März 2020 muss aufgebucht sein, um die Daten verfügbar zu haben, was bei der ersten beschriebenen Methode nicht erforderlich ist.

2a. Gegenüberstellung SOLL-Bruttoeinkommen März 2020 mit IST-Bruttoeinkommen März 2020

Diese Methode entspricht am ehesten der im Gesetz beschrieben Vorgangsweise. Es wird ein fortgeschriebenes Bruttoeinkommen hochgerechnet und mit den Ist-Daten des Monats verglichen.

Die Prodinger Beratungsgruppe führt mit den entsprechenden Tools die Berechnungen durch.

Prodinger Beratungsgruppe
Thomas Reisenzahn
+43 1 890 730 9
t.reisenzahn@prodinger.at

Artikel aufrufen
Mittwoch, 01. April 2020

Shut Down oder shoot-down? Heimische Unternehmen knapp vor dem endgültigen Kollaps

Wien (OTS) - „Wenn Betriebe nicht überleben, braucht man sich über Kurzarbeit keine Gedanken zu machen“

Freitag, der 13.3.2020, wird uns allen für immer in Erinnerung bleiben.

Seit diesem Tag ist unser Leben nicht mehr wie es war, und es wird, davon müssen wir leider ausgehen, auch lange nicht mehr so sein. Viele Unternehmer werden heute von massiven Existenzängsten geplagt, es fehlt ihnen jede Perspektive. Wie es ihnen in diesen schweren Tagen und Wochen innerlich geht, wenn die Umsätze um bis zu 90 Prozent einbrechen oder ganz ausbleiben und sich die Aufbauarbeit vieler Jahre gleichsam von einem Tag auf den anderen in nichts auflöst, ist bei der Politik leider nur eine Randnotiz wert.

Wenn dann Medien die Ansicht von Nationalbankchef Robert Holzmann zur Krise kolportieren, es sei dies „eine Zeit der Marktbereinigung“ und es werde kaum ein Schaden für die heimische Volkswirtschaft „über zehn Jahre hinaus“ entstehen, dann dreht es manchem der schwer getroffenen Unternehmer buchstäblich den Magen um. Denn für die mit üppigen Ruhebezügen ausgestatteten Nationalbank-Pensionisten wird es jedenfalls keine so einschneidenden Auswirkungen geben wie für die Unternehmer und viele ihrer Dienstnehmer.

In den politischen Aussagen der letzten Tage fehlt es unserer Ansicht nach ganz eindeutig an Empathie und Verständnis für die Lage der Unternehmer, die in ihrer Existenz bedroht sind.

Mit Freitag, den 27.3.2020, waren erstmals Anträge beim Härteausfallfonds möglich. Bis dahin hatte man die AMS-Formulare für die Kurzarbeit schon mehrmals geändert und auch inhaltlich laufend angepasst. Hier wird also im wahrsten Sinn des Wortes das Pferd von hinten aufgezäumt. Denn wenn Unternehmen nicht überleben, braucht man sich über Kurzarbeit keine Gedanken zu machen!

Mit dem Ausbleiben der Gäste fällt für die heimischen Betriebe die Existenzgrundlage weg. Was nicht wegfällt ist die Bürokratie. So stehen beispielsweise all jene, die für die Personalverrechnung verantwortlich sind, kurz vor der totalen Verzweiflung. Es gibt immer mehr ungeklärte Fragen, die in diesen Tagen in der Praxis auftauchen. Sie müssen ein wahres Verwaltungsmonster abwickeln, mit den Entscheidungsträgern kommunizieren und all das ohne ein einwandfreies rechtliches Rahmenwerk im Rücken.

Es ist ja wunderbar, wie darauf geachtet wird, dass so viele Arbeitnehmer wie möglich in den Betrieben beschäftigt bleiben - und der Unternehmer das ganze Wagnis trägt. Dieser darf ja auch den Mitarbeiterstand während der Kurzarbeit nicht verändern. Und es besteht danach auch noch ein einmonatiger Kündigungsschutz.

Wie soll ein Unternehmer wissen, wie es weitergeht, wie soll er entscheiden können angesichts der unsicheren Perspektiven?! Wo bleibt für ihn die Planungssicherheit?! Als Unternehmer soll er den Dienstnehmern Sicherheit geben und darf selber voll im Risiko und damit im Regen stehen bleiben. Eine Fehlentwicklung, die leider seit Jahren in Österreich immer öfter zu beobachten ist.

Wie großzügig die Stundungen bei Finanz und der Gebietskörperschaften propagiert wurden! Unbeantwortet bleiben hingegen allfällige Haftungsfragen im Zuge einer Insolvenz. Auch völlig unklar ist, wie es mit diesen Stundungen dann generell weitergeht.

Keiner ergreift das Wort für die Unternehmer und Unternehmerinnen, die oft mit ihrem persönlichen Hab und Gut für die Investitionen und die damit zusammenhängenden Finanzierungen haften. Sie werden dann beim Antrag auf Überbrückungsfinanzierungen und beim Härtefallfonds zu einem Datenstriptease aufgefordert, dessen Sinn und Zweck allerdings nicht immer ersichtlich ist. Aus unserer Sicht werden hier Daten, die nicht entscheidungsrelevant sind, überflüssigerweise eingefordert. Über Finanz-Online wären diese leicht verfügbar gewesen.

Es muss sofort überdacht werden, die Kriterien des Unternehmensreorganisationsgesetzes (URG) hier als Entscheidungsparameter festzumachen. Es gibt eine Reihe von Argumenten, die diese Kriterien als nicht allein ausschlaggebend erscheinen lassen. Wenn die Bank einer Finanzierung zustimmen würde, warum sollte dies dann anhand der URG-Kriterien nicht möglich sein?

Diese Woche soll ein neues Hilfsprogramm aufgelegt werden. Der sogenannte Notfallfonds. Bleibt zu hoffen, dass dieser den Unternehmern unbürokratisch, ohne Datenstriptease und schnell unter die Arme greift. Das ist die letzte Chance vor dem endgültigen Kollaps.

Prodinger Steuerberatung
Mag.jur. Christoph Magauer
c.magauer@prodinger.at

Artikel aufrufen
Donnerstag, 27. Februar 2020

Präsentation der Analyse: Touristische Gutscheinmodelle „nach Verfügbarkeit“

Wien (OTS) - Prodinger und Hoxami präsentierten eine Studie zum Einsatz touristischer Gutscheinmodelle, bei denen Gutscheine „nach Verfügbarkeit“ eingelöst werden können.

Um am touristisch umkämpften Markt für die richtigen Zielgruppen relevant zu bleiben, müssen Hotels laufend in Weiterentwicklung und Instandhaltung investieren. Vor allem bei Saisonbetrieben ein oft schwieriges Unterfangen, wenn Investitionen in der Zwischensaison bei schwacher Liquidität stattfinden sollen. Abseits der klassischen Bankenfinanzierung haben sich daher seit einigen Jahren auch vermehrt alternative Finanzierungsmethoden etabliert.

„Tatsache ist, dass den Hoteliers oft nicht genug liquide Mittel für notwendige Investitionen zur Verfügung stehen – Und das teuerste im Hotel ist ein leeres Bett!“, legt Thomas Reisenzahn, Geschäftsführer in der Prodinger Beratungsgruppe, die Ausgangssituation für die Analyse der betriebswirtschaftlichen Auswirkungen von Kompensationsmodellen dar. Im Rahmen dieses Modells können diverse Leistungen (von der Renovierung über neue Einrichtung bis hin zur monatlichen Booking.com-Provision) finanziert werden, indem durch das Fintech Hoxami die Lieferanten-Rechnungen bezahlt werden. Im Gegenzug erhält Hoxami vom Hotelier - ansonsten leerbleibende - Zimmer auf Gutscheinbasis.

Die Prodinger Beratungsgruppe hat dies zum Anlass genommen, um zu analysieren, ob diese Kompensationsmodelle eine gangbare Alternative in der Distribution und im Finanzierungsbereich (zur Erhöhung der Liquidität) darstellen. Denn wer seine Liquidität über einen längeren Zeitraum im Voraus planen kann ist klar im Vorteil.

Anhand der Zahlen von Beispielbetrieben wurden verschiedene Szenarien (Übernahme von Provisionszahlungen bzw. Anschaffung von Mobiliar) berechnet. In der Analyse ist zu sehen, dass die Übernahme bestehender Rechnungen durch Hoxami sowohl den GOP als auch den Cashflow positiv beeinflusst.

Die Ergebnisse der Analyse können wie folgt zusammengefasst werden:

1. Der Gutscheinvertrieb ist vor allem für die gehobene Hotellerie interessant, denn Gäste suchen hohe Qualität zu einem guten Preis. In einem Niedrigpreissegment fehlt aus Gästesicht der Anreiz. 2. Gerade in Feriendestinationen, die saisonalen Auslastungsschwankungen unterliegen, bieten sich innovative Vertriebserweiterungen an, die es schaffen, auch in auslastungsschwachen Zeiten Gäste anzuziehen. 3. Durch den richtig geplanten Einsatz von Kompensationsmodellen, wie bspw. durch das innovative FinTech Hoxami, kann der Vertriebsmix erweitert werden, ohne dass das normale Buchungskontingent angegriffen wird. 4. Bei geplanten Investitionen ist in vielen Fällen Leasing eine günstige Finanzierungs-Variante (Leasing finanziert Investitionen bilanzneutral, liquiditätsschonend und kostenoptimiert). Die besten Ergebnisse lassen sich allerdings mit Kompensationsmodellen bzw. mit einer Kombination aus Leasing und dem Modell „Ware gegen leeres Zimmer“ erzielen.

„Die spannende Herausforderung beim Einsatz alternativer Finanzierungen wie jener des Hoxami-Modells ´Ware gegen leeres Zimmer´ liegt in der Kombination von Finanzierungsentscheidung und strategisch überlegter Planung der Vertriebserweiterung um Gutscheingäste“, fasst Marco Riederer von der Prodinger Tourismusberatung zusammen.

„Ein Hotelier, 'der rechnen kann', wird nicht erst bei Liquiditätsengpässen leere Zimmer, die er sonst nicht loswerden würde, für die Übernahme von Rechnungen anbieten, sondern das Modell in seinen Finanzierungsmix integrieren“, ergänzt Gerhard Sperrer, Geschäftsführer der Hoxami Touristik Handel GmbH.

Prodinger Beratungsgruppe
Marco Riederer
+43 1 890 730 9
m.riederer@prodinger.at

Artikel aufrufen
Freitag, 21. Februar 2020

Pressefrühstück: Profit steigern durch "Leere Zimmer gegen Ware"

Wien (OTS) - Tatsache ist, dass den Hoteliers oft nicht genug liquide Mittel für notwendige Investitionen zur Verfügung stehen und leere Zimmer auch keine Rentabilität bringen. Die Prodinger Beratungsgruppe hat dies zum Anlass genommen, um zu analysieren, ob Kompensationsmodelle eine gangbare Alternative in der Distribution und im Finanzierungsbereich (zur Erhöhung der Liquidität) darstellen.

„Leere Zimmer füllen und gleichzeitig die Liquidität steigern – ohne Zusatzkosten!“ – Was wie ein Hoteliers-Traum klingt, ist laut dem Fintech Hoxami bereits Realität. Mit einem innovativen Vertriebsmodell werden neben Kostenübernahme (Hoxami bezahlt offene Rechnungen) und Profit-Erhöhung auch die Ansprache neuer Gäste und Zusatzerträge durch Nebenkonsumationen versprochen.

Im Rahmen dieses Modells finanziert Hoxami diverse Ausgaben (von der Renovierung bis hin zur monatlichen Booking.com-Provision), indem die Lieferanten-Rechnungen bezahlt werden. Im Gegenzug erhält Hoxami vom Hotelier - ansonsten leerbleibende - Zimmer auf Gutscheinbasis.

Veranstaltungsort Hotel am Stephansplatz, Stephansplatz 9, 1010 Wien Am Donnerstag, 27. Februar 2020 um 10:00 Uhr (Frühstück)

Wir bitten um Anmeldung unter [tourismusberatung@prodinger.at] (mailto:tourismusberatung@prodinger.at).

Pressefrühstück "Leere Zimmer gegen Ware" Prodinger und Hoxami präsentieren eine Studie zum Einsatz touristischer Gutscheinmodelle, bei denen Gutscheine „nach Verfügbarkeit“ eingelöst werden können. Datum: 27.2.2020, 10:00 - 11:00 Uhr Ort: Hotel am Stephansplatz Stephansplatz 9, 1010 Wien Url: https://tourismusberatung.prodinger.at/2020/02/21/pressefruhstuck-am-27-2-2020/

Prodinger Beratungsgruppe
Thomas Reisenzahn
t.reisenzahn@prodinger.at

Artikel aufrufen
Mittwoch, 05. Februar 2020

Budgetfinanzierung durch Strafen?

Wien (OTS) - Mit Jahresbeginn wurden die materiell- und formell-rechtlichen Voraussetzungen hinsichtlich der Steuerbefreiung innergemeinschaftlicher Lieferungen erweitert. Hier gibt es allerdings neuerdings einen Fallstrick:

Die Steuerbefreiung kommt unter anderem dann nicht zur Anwendung, wenn der Lieferer seiner Verpflichtung zur Abgabe einer Zusammenfassenden Meldung (ZM) nicht nachgekommen ist oder wenn er sein Versäumnis nicht zur Zufriedenheit der zuständigen Behörden ordnungsgemäß begründet hat. Die Rechtsmeinung des Finanzministeriums dazu ist nämlich, dass die innergemeinschaftliche Lieferung steuerpflichtig ist, wenn keine oder nur eine unvollständige oder unrichtige ZM für die Lieferung abgegeben wird, oder wenn die Abgabe verspätet ist (Ende des Folgemonats - es gilt hier nicht die gleiche Frist wie bei der UVA!). "Das bedeutet aber im Klartext: für diese Lieferung fällt dann in Österreich Mehrwertsteuer an", kritisiert Prodinger-Partner Mag. Christoph Magauer in einer aktuellen Stellungnahme.

Ausschlaggebend für welchen Meldezeitraum eine Lieferung in die Zusammenfassende Meldung einzutragen ist, ist das Datum der Ausführung der Lieferung. Das bedeutet, dass in der betrieblichen Organisation hierauf unbedingt Bedacht zu nehmen ist, da der Lieferzeitpunkt oft vor dem Rechnungsdatum liegt. Dazu kommt, dass nach dem Umsatzsteuergesetz die Rechnung spätestens ein Monat nach der Lieferung erstellt werden muss. In so einem Fall wäre der Steuerschaden dann schon eingetreten!

Nach Meinung des Experten ist insbesondere zu bedenken, dass dies auch für Einnahmen/Ausgabenrechner gilt. Das bedeutet z.B. bei einer Lieferung im Mai, Rechnungsstellung im Juni und Zahlung im August, dass die ZM für den Monat Mai spätestens am 30. Juni zu erfolgen hat. Die Buchhaltung würde diesen Sachverhalt erst mit Zahlung im August verarbeiten!

Die verspätete Abgabe der ZM konnte immer schon sanktioniert werden. Neu ist allerdings, dass eine innergemeinschaftliche Lieferung nun ein formelles Mascherl bekommt, welches bei Nichtvorliegen zu erheblichem finanziellen Schaden führen wird. "Man liest und spricht immer von der Verschlankung der Verwaltung - was mit der hier beschriebenen Regelung eindeutig konterkariert wird", betont Christoph Magauer.

Prodinger Beratungsgruppe
Mag.jur. Christoph Magauer
+43 6562 6296
c.magauer@prodinger.at

Artikel aufrufen
Montag, 13. Januar 2020

Kann sich die Hotellerie noch mit klassischen Mitteln finanzieren?

Wien (OTS) - Voraussetzung für ein nachhaltiges Wachstum und für jede Qualitätsverbesserung im Tourismus ist ein solides und breit aufgestelltes Finanzierungsangebot. Welche betrieblichen Voraussetzungen mögen die Banken, damit sie beste Konditionen vergeben? Diese und weitere Fragen werden bei der tirolweiten Roadshow behandelt.

Viele Unternehmen denken jetzt wieder an eine Ausweitung oder Angebotsverbesserung und investieren in ihren Betrieb. Trotz der hohen Baukosten wird vielerorts eifrig geplant. Das Volumen der Kreditansuchen hat sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt, der Kapitalbedarf steigt. Nun gilt es, das niedrige Zinsniveau auszunützen. Oft ist es nicht einfach, zwischen fixen, variablen Zinsen und alternativen Finanzierungsmöglichkeiten die richtigen Entscheidungen zu treffen. Je innovativer die Investition, desto größer die Risiken, und desto höhere Eigenkapitalanforderungen werden an den Unternehmer gestellt.

Termine

  • 21.01.2020, Oberland (Imst, Landeck & Reutte) Trofana Tyrol, An der Au 1, 6493 Mils bei Imst
  • 24.01.2020, Osttirol Grandhotel Lienz, Fanny-Wibmer-Pedit-Straße 2, 9900 Lienz
  • 29.01.2020, Unterland (Kitzbühel & Kufstein) Stanglwirt, Kaiserweg 1, 6353 Going
  • 31.01.2020, Innsbruck Stadt & Innsbruck Land Hotel Adlers, Brunecker Straße 1, 6020 Innsbruck
  • 12.02.2020, Schwaz Gasthof Post, Oberdorf 6, 6261 Strass im Zillertal

Programm

  • ab 10.00 Uhr - Begrüßung & Come together für einen guten Start in den Tag inklusive stärkendem Imbiss
  • 10.30 Uhr - Input Prodinger Gruppe
  • 11.00 Uhr - Podiumsdiskussion mit Mario Gerber, Thomas Reisenzahn (Prodinger Gruppe) und einem regionalen Bankenvertreter
  • Moderation: Günther Schimatzek

Kann sich die Hotellerie noch mit klassischen Mitteln finanzieren? LAbg. Mario Gerber, Obmann der WKÖ-Fachgruppe Hotellerie in Tirol, lädt zur Roadshow und zum Branchenfrühstück der Tiroler Hotellerie. Termine • 21.01.2020, Oberland (Imst, Landeck & Reutte) Trofana Tyrol, An der Au 1, 6493 Mils bei Imst • 24.01.2020, Osttirol Grandhotel Lienz, Fanny-Wibmer-Pedit-Straße 2, 9900 Lienz • 29.01.2020, Unterland (Kitzbühel & Kufstein) Stanglwirt, Kaiserweg 1, 6353 Going • 31.01.2020, Innsbruck Stadt & Innsbruck Land Hotel Adlers, Brunecker Straße 1, 6020 Innsbruck • 12.02.2020, Schwaz Gasthof Post, Oberdorf 6, 6261 Strass im Zillertal Datum: 21.1.2020, 10:00 - 12:00 Uhr Ort: Trofana Tyrol An der Au 1, 6493 Mils Url: https://newsletter.wko.at/sys/r.aspx?sub=lvZLV_xTxyR&tid=0-RiHoQ-13G21p&link=9gMT

Prodinger Beratungsgruppe
Thomas Reisenzahn
+43 1 890 730 9
t.reisenzahn@prodinger.at

Artikel aufrufen
Donnerstag, 05. Dezember 2019

Impulse für die Ferienhotellerie von morgen

Wien (OTS) - „Hotellerie 2020: Instrumente für den Erfolg“. Unter diesem Motto veranstalteten die [Prodinger Beratungsgruppe] (https://tourismusberatung.prodinger.at/) und die WK Tirol am Donnerstag, 28. November, einen Zukunftstag in der Villa Blanka in Innsbruck. Präsentiert wurden aktuellste Erkenntnisse und Methoden zur Steigerung des unternehmerischen Erfolgs in der Familienhotellerie. Leitmotive des Tages waren „profitable Strategien“ und „praxisnahes Handeln“ in den Schwerpunktbereichen Strategie, Planung und Steuerung (auf Basis des Verrechnungsstandards STAHR), Führung & Leadership sowie operatives Management.

Am Vormittag standen die jüngsten touristischen Trends im Fokus. Diskutiert wurden die Bedeutung relevanter Gästegruppen, deren Bedürfnisse sowie die Bedeutung der Hotelmarke. Mit dem von Prodinger entwickelten Tool [„4 Steps to Profile“] (https://bit.ly/2r1URiF) steht ein probates Mittel zur Verfügung, den Strategieprozess im Betrieb konkret umzusetzen.

Nach der Mittagspause beschäftigten sich die Teilnehmer mit dem Thema [Pricing und Vertrieb] (http://bit.ly/2LmVvOB). Dabei wurden u.a. unterschiedliche Phasen des Revenue Managements sowie die wichtigsten Einflussfaktoren auf den Preis veranschaulicht. Anschließend thematisierten die Vortragenden „smarte Daten im Tourismus“ und gaben Antworten darauf, welche Daten man mit welchen Technologien effizient zum eigenen Vorteil nutzen kann.

Das Finale des Zukunftstages stand ganz im Zeichen der Betriebswirtschaft und eines effektiven Benchmarkings. [„Führen mit wenigen Zahlen“] (https://bit.ly/2sKoMwd) lautet hier das Erfolgsrezept.

„Gerade für Familienbetriebe sind die im Akkord erscheinenden Veränderungen im technologischen Bereich, auf dem Arbeitsmarkt sowie in der Gesellschaft kaum zu bewältigen. Vorrangiges Ziel war es daher, die Teilnehmer mit innovativen und praxisnahen Methoden zu inspirieren, die ihnen konkret helfen, ihr Unternehmen zu einem gesicherten Erfolg zu führen“, fasst Thomas Reisenzahn von der Prodinger Beratungsgruppe zusammen.

PRODINGER Tourismusberatung
Thomas Reisenzahn
+43 1 890 730 9
t.reisenzahn@prodinger.at

Artikel aufrufen
Mittwoch, 06. November 2019

Top Seminar liefert Denkanstöße für die Ferienhotellerie von morgen: „HOTELLERIE 2020: INSTRUMENTE FÜR DEN ERFOLG“

Wien (OTS) - „Instrumente für den Erfolg“. Unter diesem Motto informieren Experten der Prodinger Beratungsgruppe und der WK Tirol am [Donnerstag, den 28. November in der Villa Blanka in Innsbruck] (https://veranstaltung.wktirol.at?eid=13000 ) über die aktuellsten Erkenntnisse und Methoden zur Steigerung des unternehmerischen Erfolgs in der Familienhotellerie. Im Vordergrund stehen Tipps für profitable Strategien und praxisnahes Handeln. Das Top-Seminar gibt den Teilnehmern sofort umsetzbare Tools an die Hand, die den Hotelbetrieb zum gesicherten Erfolg führen.

"Das Top-Seminar für Führungskräfte eröffnet ein kompaktes und umfassendes Bild über die wesentlichen Fragestellungen der zukünftigen Hotelführung", erklärt LAbg. Mario Gerber, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der WK Tirol. Die ganztägige Veranstaltung bietet den Teilnehmern ein reichhaltiges Programm aus den vier Schwerpunktbereichen Strategie, Planung und Steuerung (mit dem Verrechnungsstandard STAHR), Führung & Leadership sowie operatives Management.

Im einleitenden Referat über Strategie und Positionierung werden die jüngsten touristischen Trends besprochen. Daraus ergeben sich „4 steps to profile“, eine Methode, den Strategieprozess im Betrieb umzusetzen. Es folgen Referate über relevante Gästegruppen („Was erwarten einzelne Gästemilieus von einem Hotel in Tirol?“) sowie über die Bedeutung der Hotelmarke („Was leisten Marken im touristischen System?“).

Nach der Mittagspause stehen die Themen Pricing/Vertrieb („Der Einfluss des Preises auf die Hotel-Entscheidung“ sowie „optimale Preisstrategien’“) und Smarte Daten für die Hotellerie („Hoteldaten -das Öl der Zukunft“) auf dem Programm. Abgerundet wird der Zukunftstag mit dem Thema Benchmarking. „Führen mit wenigen Zahlen“ lautet hier das Erfolgsrezept.

Vortragende sind Fachleute der Prodinger Beratungsgruppe. Die Gruppe ist auf Methoden spezialisiert, die helfen, den Hotelalltag besser zu meistern. Der Fortbildungstag eröffnet eine gute Gelegenheit, das eigene Netzwerk zu vergrößern und ganz allgemein vom Erfahrungsaustausch mit Kollegen zu profitieren. "Das Tagesseminar gibt Inspirationen und Denkanstöße für die Welt der Ferienhotellerie von morgen", fasst Thomas Reisenzahn von der Prodinger Beratungsgruppe zusammen.

HOTELLERIE 2020: INSTRUMENTE FÜR DEN ERFOLG „Instrumente für den Erfolg“ Unter diesem Motto informieren Experten der Prodinger Beratungsgruppe und der WK Tirol am Donnerstag, den 28. November in der Villa Blanka in Innsbruck über die aktuellsten Erkenntnisse und Methoden zur Steigerung des unternehmerischen Erfolgs in der Familienhotellerie. Datum: 28.11.2019, 09:30 - 17:00 Uhr Ort: Villa Blanka Weiherburggasse 8, 6020 Innsbruck Url: https://veranstaltung.wktirol.at?eid=13000

PRODINGER Tourismusberatung
Thomas Reisenzahn
+43 1 890 730 9
t.reisenzahn@prodinger.at

Fachgruppe Hotellerie | Tiroler Wirtschaftskammer
Romana Traunfellner
+43 5 90 90 5 1219
hotellerie@wktirol.at

Artikel aufrufen
Donnerstag, 24. Oktober 2019

Ressorthotellerie legte im Sommer 2019 zu

Wien (OTS) - Der anfangs nasskalte Saisonstart und die Feiertagsverschiebungen konnten im Verlauf der heurigen Sommersaison vollauf kompensiert werden. Aufgrund des nachfolgend sehr guten Ferienwetters sind die Ergebnisse in der 4/5-Sterne Hotellerie deutlich gestiegen. Der RevPAR (Revenue per available Room) legte von Mai bis August 2019 von 57,7 auf 62,6 Euro um 8,5% zu. Dies geht aus den von der Prodinger Beratungsgruppe vorgelegten Betriebskennzahlen für den Sommer dieses Jahres hervor. Die Bestandserhebung basiert auf einem repräsentativen Sample von 4- und 5-Sterne-Ferienhotels in Salzburg, Tirol, Kärnten und Vorarlberg und wird pro Saison von Prodinger durchgeführt.

Wie die Ergebnisse zu lesen sind

Der RevPAR misst das Verhältnis zwischen dem erzielten Zimmerumsatz und der im Hotel verfügbaren Zimmer-Kapazität. Bei näherer Analyse kommt dabei die Winterdominanz der österreichischen Ferienhotellerie deutlich zum Ausdruck, da der RevPar in der kalten Jahreszeit bei 108 Euro liegt. Damit zeigt sich ganz klar, dass der Winter für die Profitabilität im Jahresdurchschnitt viel stärker verantwortlich ist.

Beim TRevPAR (Total revenue per available room) wird der gesamte Umsatz (Nettoumsatz) des Hotels zu den verfügbaren Zimmern ins Verhältnis gesetzt, wobei auch die Offenhaltungstage berücksichtigt werden. Der TRevPAR ist mit 8,7% stärker angestiegen als der RevPAR.

Ertragskraft weiterhin unter Druck

Was den abgelaufenen Sommer betrifft, sind die Steigerungen der Gesamterlöse pro Zimmer mit über 20% auf den ersten Blick sehr erfreulich. Schaut man jedoch genauer hin, so ging das operative Ergebnis (GOP Gross Operating Profit) nach Abzug des gesamten Wareneinsatzes, der Mitarbeiterkosten und der gesamten Aufwendungen von 16,5% auf 13,6% zurück. Insbesondere schlagen die steigenden Vertriebskosten und die Abhängigkeit vieler Ferienhotels von den Veranstaltern und OTAs zu Buche.

Diese machen in den Sommermonaten einen wesentlichen höheren Anteil aus. Der wichtigste Kostenfaktor in einem Dienstleistungsbetrieb sind und bleiben die Mitarbeiter. In den Ferienhotels waren im Sommer um gut 6% mehr Mitarbeiter (zu Vollzeitäquivalenten) beschäftigt. Die Gesamterlöse pro Beschäftigten sind um 7,5% gestiegen. Die Mitarbeiterkosten erreichen im Verhältnis zum Gesamtertrag beachtliche 38%. Zwar wurde von allen politischen Parteien eine Abgabensenkung bei den Lohnkosten versprochen, trotzdem erhöhten sich die lohnabhängigen Abgaben im Sommer 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 12%.

Prodinger Marktbericht Ferienhotellerie

In ihren Analysen fasst die Prodinger Beratungsgruppe Ferienbetriebe anonymisiert in einem Marktbericht zusammen. In diesem Bericht werden branchenspezifische Kennzahlen nach dem Verrechnungsstandard STAHR (Standard der Abrechnung für Hotels und Restaurants) für Betriebe aus den Bundesländern Tirol, Vorarlberg, Salzburg und Kärnten detailliert aufgeschlüsselt. Der STAHR-Verrechnungsstandard errang kürzlich bei der internationalen Buchmesse in Frankfurt eine Silbermedaille in der Kategorie Wirtschaftsfachbücher. Der Marktbericht stellt ein aussagekräftiges Instrument zur Steuerung eines Ferienhotels dar. Im Hinblick auf kommende Investitionen und Entscheidungen liefern die Prodinger-Betriebsvergleiche mit dem STAHR-Standard auch Banken und Investoren eine hochqualifizierte fachliche Entscheidungshilfe. Die Zahlen gelten auch, wie oben geschildert, als erster Gradmesser für die saisonalen Wertschöpfungseffekte aus der Ferienhotellerie.

PRODINGER Steuerberatung
Roland Pfeffer
Tel.: +43 6542 73661 1582
r.pfeffer@prodinger.at

PRODINGER Tourismusberatung
Thomas Reisenzahn
Tel.: +43 1 890 730 9
t.reisenzahn@prodinger.at

Artikel aufrufen
Mittwoch, 09. Oktober 2019

Die „Leisure-Welt“ gewinnt neue Freunde

Wien (OTS) - Die weltweit größte Immobilien-Messe, die Expo Real in München, war kürzlich Schauplatz eines spannenden Expertengesprächs zur Zukunft der Ferienhotellerie. Die Gesprächsrunde stand unter dem Titel „Im Leisure-Hype: Resorts, Villas & Homes“. Wie dabei zu hören war, fokussieren sich Hotelgruppen plötzlich auf Ressorthotels und entdecken dabei Gewinn versprechende Nischen. Einzelhändler und Reiseveranstalter investieren in Ferienhotels, Ketten gründen eigene Ferienwohnungsportale.

Resorts finden, so die überwiegende Expertenmeinung, inzwischen wieder mehr Freunde in der Immobilien-Welt. In diesem Segment habe es massive Veränderungen gegeben, das Angebot sei enorm gewachsen. Radikale Umbrüche prägten das Hier und Jetzt in diesem Immobilien-Segment: „Wer in diesen Zeiten erfolgreich bleiben möchte, der muss gestern bereits das morgen verstanden haben. Die Herausforderungen der Zukunft lassen sich nur mit wirklicher Innovationskraft bewältigen“.

Chris Stephenson, Direktor Homes & Villas Europa für Marriott Hotels, war extra aus London angereist, um in der Talkrunde über den Leisure-Hype das etwas andere Modell der größten Kette der Welt vorzustellen. Weitere Teilnehmer der hochkarätigen Gesprächsrunde waren Dr. Christian Hirmer, Chef der Hirmer Gruppe (ein Retailer kauft die Betreibergesellschaft Travel Charme Hotels), Dr. Otmar Michaeler, Chef der Falkensteiner Hotels (die nur in noch Resorts machen) sowie der Chef der kroatischen Gruppe Valamar (die von Glamping bis 5 Sterne alles anbietet), Dr. Franz Lanschützer. Moderiert wurde die Runde von Thomas Reisenzahn von der Prodinger Beratungsgruppe.

Die Diskutanten analysierten die Marktgegebenheiten und kamen zum Fazit, dass die derzeitige Situation der Leisure-Welt durch maßgebliche Veränderungen gekennzeichnet ist: Neue Entwicklungen und Technologie-Updates, neue Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt sowie ein gesellschaftlicher Wandel sind nur einige der Herausforderungen. In der Praxis bedeuten diese Veränderungen, dass Gäste innovative Inszenierungen, kulinarische Erlebnisse, modernes Design und eine hohe Servicequalität erwarten.

Es legen zwar die Nächtigungszahlen in der Ressorthotellerie und geringfügig auch die Average Room Rates zu, doch bleibt das Wachstum des durchschnittlichen Zimmerverkaufspreises hinter der Inflation zurück, waren sich die Experten sich einig. Es steigen die Mitarbeiterkosten, weil der Arbeitsmarkt leergefegt ist. Vielen offene Stellen sind ausgeschrieben, auch in anderen Ländern. Mitarbeiterarme Hotelkonzepte funktionieren in der Ressorthotellerie weniger gut als im städtischen Bereich. Konzepte, die auf kleinere Personalressourcen setzen und es trotzdem schaffen, einen ansprechenden Service zu bieten, sind noch Mangelware, fassten die Teilnehmer zusammen.

Auf den gesellschaftlichen Paradigmenwechsel müsse die Branche ebenfalls reagieren. Wenn immer mehr Menschen in der Stadt leben, wächst die Sehnsucht nach dem Land. Es steigt der Wunsch nach Erholungsurlauben. Die Mobilitätsvoraussetzungen müssen aber mitbedacht werden, da Pkw-Zulassungen und Führerscheinausstellungen rapide zurückgehen. Ressorthotels müssen dementsprechend auch die Mobilität in den Destinationen berücksichtigen.

Eine weitere Herausforderung ergibt sich dann, wenn die Direktbuchungsbemühungen nicht so funktionieren wie geplant. Thomas Cook hat dies der Ressorthotellerie deutlich vor Augen geführt. Diese weiß nun, wie es ist, wenn die Abhängigkeit von den Reisemittlern im Sommer nur durch den Individualtourismus im Winter querfinanziert werden kann.

Prodinger Beratungsgruppe
Thomas Reisenzahn
+43 6542 736 61-1644
t.reisenzahn@prodinger.at

Artikel aufrufen
Donnerstag, 05. September 2019

Ideenpapier für die Hotellerie: „Taten statt Worthülsen“

Wien (OTS) - Die Prodinger Gruppe hat in den letzten Jahren bereits mehrere substanzielle Steuerreformvorschläge erarbeitet und der Politik präsentiert. In Hinblick auf die kommende Nationalratswahl und die Koalitionsverhandlungen haben die Prodinger-Spezialisten jetzt ein weiteres aktuelles Ideenpapier zur Zukunftssicherung der Hotellerie unter dem Titel „Taten statt Worthülsen“ vorgelegt.

Es sind die international erfolgreichen Tourismusunternehmen, auf die Österreich besonders stolz sein kann. Die Betriebe stehen für Nächtigungsrekorde und sorgen für eine hohe volkswirtschaftliche Wertschöpfung. Der Staat profitiert vom steigenden Lohnvolumen in der Dienstleistungsbranche und erzielt damit ein höheres Steueraufkommen.

Dass der Tourismus in Österreich aber kein „Selbstläufer" ist, zeigen die nackten Zahlen. Zwar kommen mehr Gäste und auch die Erlöse steigen leicht, doch kommen letztere in den Betriebsergebnissen nicht an, da auch die Kosten zunehmend wachsen. Insbesondere für Mitarbeiter, Energie und Provisionen nimmt der Aufwand stetig zu. Rechnet man die günstigen Zinsen aus den Bilanzen heraus, hat sich die Gewinnmarge de facto in den letzten Jahren verringert.

Daher ist es eine zentrale Aufgabe der Politik, die heimischen Vorzeigebetriebe zu entlasten, heißt es in dem Papier. „Der Tourismusstandort Österreich braucht „Taten“ und eine Steuerreform, die nicht nur angekündigt, sondern auch umgesetzt wird. Vor allem die Dienstleistung am Gast muss entlastet werden!“, fordert Thomas Reisenzahn, Geschäftsführer der Prodinger Tourismusberatung, mit Nachdruck.

Im System „Österreich“ versickert viel Geld; Stichworte Föderalismus und Bürokratie.

Das kommende Regierungs- und Koalitionsprogramm muss die Grundlagen für eine starke Konjunktur schaffen. Das Prodinger Papier „Taten statt Worthülsen“ bringt im Einzelnen auf den Punkt, welche Entlastungsmaßnahmen die am 29. September 2019 zu wählende Regierung konkret angehen muss. Im Steuersystem müssen die Hürden für Investitionen abgebaut werden. Seit der Verlängerung der Abschreibung für Gebäude von 25 auf 33 und seit 2016 auf 40 Jahre (!) ist die Diskrepanz zur tatsächlichen Nutzungsdauer dramatisch gestiegen. Keinem Gast kann ein 40 Jahre altes Badezimmer oder ein Schwimmbad aus den 70er-Jahren zugemutet werden. „Mit dem von uns entwickelten Vorschlag einer funktionalen Afa kommt es zu einer Glättung der Abschreibungstangente und damit zu einer verbesserten Aussagekraft der Bilanzbilder sowie zu einer Heranführung an die Realität", betont Reisenzahn.

Die geplante Tarifreform hätte auf die Dienstleistungslöhne im Tourismus einen positiven Effekt. Leider haben aber derzeit neue Belastungen an den Bruttolöhnen schon wieder kräftig mitgenascht, weshalb die Beschäftigten real abermals nicht mehr verdienen. „Das ungute Phänomen der „kalten Progression“ wurde nicht abgeschafft, sondern nur mit Worthülsen umschrieben“, kritisiert Thomas Reisenzahn und fordert Taten.

PRODINGER BERATUNGSGRUPPE
Thomas Reisenzahn
+43 1 890 730 9
t.reisenzahn@prodinger.at

Artikel aufrufen
Dienstag, 03. September 2019

„Taten statt Worthülsen“

Wien (OTS) - In der Prodinger Beratungsgruppe haben wir den Sommer genutzt, um Ideen für die Hotellerie aufzuspüren und zu überdenken. Im vergangenen Regierungsprogramm wurden zu wenig Taten gesetzt; zu viele Worthülsen sind übrig geblieben. Das vorliegende Ideenpapier enthält Empfehlungen für die nächste Regierung. Diese hat keine Zeit zu verlieren, um jene Defizite zu beheben, die den heimischen Tourismus schwächen.

  • Hotel am Stephansplatz, Stephansplatz 9, 1010 Wien
  • Donnerstag, 5. September 2019 um 9 Uhr (Frühstück)

Wir bitten um Anmeldung unter tourismusberatung@prodinger.at

Pressefrühstück zur Präsentation des Ideenpapiers "Taten statt Worthülsen" Eine von Thomas Reisenzahn und Marco Riederer präsentierte Studie zur Zukunftssicherung der Hotellerie. Datum: 5.9.2019, 09:00 - 10:00 Uhr Ort: Hotel am Stephansplatz Stephansplatz 9, 1010 Wien

Prodinger Beratungsgruppe
Thomas Reisenzahn
+43 1 890 730 9
t.reisenzahn@prodinger.at

Artikel aufrufen
Montag, 27. Mai 2019

Winter Marktbericht Ressorthotellerie: Auslastung und operativer Erfolg in der Ferienhotellerie gesunken

Wien (OTS) - Die Prodinger Beratungsgruppe präsentiert die Ergebnisse der Betriebskennzahlen für den Winter 2018/19 (November 2018 bis März 2019). Die Bestandserhebung basiert auf einem repräsentativen Sample von Ferienbetrieben in Salzburg, Tirol und Vorarlberg und wird pro Saison von Prodinger durchgeführt.

In der abgelaufenen Wintersaison 2018/19 ist die Betten-Auslastung in der 4/5-Sterne Hotellerie gegenüber dem Vorjahr um 5% schwächer ausgefallen, wie aus dem Marktbericht von der Prodinger Beratungsgruppe hervorgeht. Zunächst führten die ausbleibenden Schneefälle zu zaghaften Anfragen und Buchungen. Auch das Schneechaos im Jänner verunsicherte viele potenzielle Gäste. Der späte Ostertermin sorgte von Vornherein für eine durchaus schwierige Ausgangslage, erklärt Thomas Reisenzahn von der Prodinger Beratungsgruppe.

Gegenüber dem Rekordwinter 2017/18 musste man daher im abgelaufenen Winter ein Nächtigungs-Minus von 3,8% hinnehmen. Dennoch stiegen die Gesamterlöse pro Nächtigung zwischen November und März um 7,2% gegenüber dem Vorjahr.

Der RevPAR (Revenue per available Room), der das Verhältnis zwischen dem erzielten Zimmerumsatz (Netto-Logisumsatz) zu den verfügbaren Zimmern misst, konnte von € 138,- auf € 144,- um 4,9% zulegen.

In den Betrieben waren um 3,7% mehr Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) als im Vorjahr angestellt. Die Mitarbeiterkosten in Relation zum Umsatz stiegen von 27,7% auf 28,9%. Der Wareneinsatz ist zum Vorjahr in etwa gleichgeblieben.

Das operative Ergebnis, das mit dem GOP (Gross Operating Profit) gemessen wird, war im Winter 2018/19 rückläufig. Der GOPPAR (GOP per available Room) ging um 4,1% zurück.

In der Wintersaison 2018/19 ist die Differenz zwischen Erträgen und den operativen Kosten höher ausgefallen. Den Betrieben bleibt weniger Geld zur Deckung der Abschreibungen und der Fremdkapitalzinsen über, wie aus dem Prodinger Marktbericht hervorgeht.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass derzeit in der Ferienhotellerie die steigenden Kosten nicht mit Ertragssteigerungen abgefangen werden können. Ein Wermutstropfen ist die Niedrigzinspolitik, die für die nötige Bilanzkosmetik sorgt.

Für die Hotelbetriebe ist die Umsetzung der Steuerreform eine dringende Notwendigkeit, fasst Thomas Reisenzahn zusammen.

Prodinger Beratungsgruppe
Thomas Reisenzahn
+43 1 890 730 9
t.reisenzahn@prodinger.at

Artikel aufrufen
Montag, 20. Mai 2019

Prodinger: Mitarbeiterbeteiligungen der Nutzen aus Steuerreform

Wien (OTS) - Will ein Unternehmen mit Hilfe engagierter Mitarbeiter seinen Wert steigern, ist deren Beteiligung dafür ein geeignetes Instrument. Erfolgreiche Beispiele finden sich in den verschiedensten Branchen. Nun gibt es auch im Tourismus ein passendes Modell, langjährigen und motivierten Mitarbeitern Beteiligungen und Bonifikationen zu übertragen.

Mitarbeiterbeteiligung ist in der Hotellerie im Vormarsch. Immer mehr Hoteliers lassen ihre Mitarbeiter schon jetzt am Erfolg des Betriebes teilhaben. Zusätzlich ermöglicht die Regierung im Zuge der Steuerreform künftig eine steuerfreie Mitarbeiterbonifikation von bis zu € 3.000 pro Mitarbeiter und Jahr. „Dies ist ein wichtiger Schritt für die Dienstleistungsbranche“, erklärt Thomas Reisenzahn. In Zukunft können Prämiensysteme sehr gut steuerneutral abgewickelt werden.

Um die sich aus der Steuerreform ergebenden Vorteile optimal nutzen zu können, hat Prodinger ein umfassendes Mitarbeiterbeteiligungsmodell entwickelt. Dieses integriert finanzwirtschaftliche, personalwirtschaftliche und steuerliche Aspekte und beinhaltet u.a. folgende Leistungen:

  • Steuerliche Behandlung von Weiterbildungs- und Bonifikationszahlungen (Vorbereitung auf die Mitarbeitererfolgsbeteiligung: Befreiung von Lohnsteuer, Sozialversicherung und Lohnnebenkosten)
  • Leitfaden für Mitarbeitergespräche als Basis für Bonifikationen
  • Vertragliche Vereinbarungen
  • Bonifikationsregelung und Bonifikationsschlüssel (Qualität der Dienstleistung, Bestimmung der Zielwerte für die Prämienausschüttung)
  • Weiterbildung als Bonifikation

„Durch die Steuerreform wird die Partizipation am Erfolg des Hotelbetriebes für Mitarbeiter noch attraktiver“, erläutert Reisenzahn. Derzeit werden die gesetzlichen Voraussetzungen dafür geschaffen. Wie Reisenzahn weiters erklärt wird die Regierung bei dieser Steuererleichterung vermutlich darauf drängen, dass nicht nur die Besserverdiener im mittleren und höheren Management (Kadermitarbeiter im Hotel) davon profitieren. Auch sollen die Mitarbeiterbeteiligungsmodelle nicht zum Schlupfloch für steuerschonende Gehaltssprünge verwendet werden können. Bezüglich der Bemessung der 10% Gewinngrenze ab 2022 bei unterjährig endenden Dienstverhältnissen werde es sinnvoll sein, auf Antrag den vorjährigen Gewinn als Basis heranzuziehen. „Die Zeit bis zum gesetzlichen Inkrafttreten muss jetzt genutzt werden“, fasst Reisenzahn zusammen.

PRODINGER Beratungsgruppe
Thomas Reisenzahn
+43 1 890 730 9
t.reisenzahn@prodinger.at

Artikel aufrufen
Freitag, 17. Mai 2019

Generation Baby Boomer meets Generations X bis Z

Wien (OTS) - Lebenslanges Lernen ist nicht nur Motto der Akademie, sondern der Beweis, dass es bei Hoteldirektoren & Geschäftsführern bereits gelebt wird. Das Durchschnittsalter der DiA-Teilnehmer konnte im 5. Lehrgang wieder gesteigert werden: von 42 auf 45 Jahre!

Vollbesetzter 5. Lehrgang am 7. Mai 2019 gestartet

Die Steigerung des Durchschnittsalters auf 45 Jahre freut Akademie-Leiterin Prof. Elfriede Krempl natürlich ganz besonders. Die Idee ist aufgegangen: Lebenslanges Lernen ist Realität geworden. Die langjährige persönliche Erfahrung der Teilnehmer führt zur hohen Qualität des Diskussions-Austauschs mit den erstklassigen Referenten und Hotelierskollegen.

„Das macht die DiA so einzigartig und fundiert. Besonders spannend ist auch die Zusammensetzung der Gruppe: 4 unterschiedliche Generationen, von der Nachkriegsgeneration über Baby Boomer bis hin zur Generation X und Y, zeigen die Verschiedenartigkeit der Werte und Einstellungen im Umgang miteinander auf“, fügt Elfriede Krempl dazu.

Generationen-Verständnis gehört zum Führungs-Handwerk

Missverständnisse zwischen den Generationen werden auch in der Mitarbeiter-Führung immer wieder zur Zerreißprobe. Im ersten DiA-Präsenzmodul zum Thema Führung und Leadership war das Verstehen und Annehmen des Wertewandels der unterschiedlichen Generationen ein Kernthema. Für den Baby Boomer (geb. 1956-65) hat Arbeit den höchsten Stellenwert und daher wurden diese später als „Worcaholics“ bezeichnet.

„Dagegen wuchs die Generation Y (geb. 1981-95) in einer unsicheren Welt mit Wirtschaftskrisen und Jobverlust der Eltern auf. Das prägt. Nun lebt die Generation Y im Jetzt: jetzt genießen, jetzt Freizeit konsumieren, jetzt leben“, weiss Akademie-Leiterin Mag. (FH) Tina Brandstetter und fügt hinzu: „Was in der Theorie so einfach klingt, muss aber erst im Mindset, in der Einstellung und in der Lebensphilosophie der Führungskräfte verankert werden.“

„A mind is like a parachut – it doesn’t work if it is not open.“ Zitat Frank Zappa

Denn die nächste Generation Z, die derzeitigen Lehrlinge und Nachwuchskräfte (geb. ab 1996) haben nur mehr eine Aufmerksamkeitsspanne von maximal 30 Sekunden. Die herkömmlichen Kommunikations- & Trainings-Methoden greifen da nicht mehr. Wie neue Trainings-Methoden aussehen, welche Vereinbarungen getroffen und wie das eigene Mindset „generationen-fit“ gemacht wird, haben die Teilnehmer des 5. DiA-Lehrgangs im ersten Modul diskutiert und gelernt.

Ist die DiA etwas für mich?

Die DiA bietet eine zusammenhängende, in sich geschlossene Ausbildung. Alle relevanten Themen von Management und Führung sind abgedeckt. Sie ist für erfahrene Hoteldirektoren und Geschäftsführer konzipiert. Der 5. Lehrgang startete ausgebucht am 7. Mai 2019 mit dem ersten Präsenzmodul. 15 Präsenztage, 6 Module ergänzt mit ausgeklügelten E-Learning-Tools, enden im Mai 2020. Der nächste Lehrgang – DiA VI - startet im Sommer 2020. Details zur DiA unter [direktoren-akademie.at] (http://www.direktoren-akademie.at)

Prof. Elfriede Krempl
Generatio Hotel Management Consulting
Telefon: +43 664 53 459 53
e.krempl@generatio.at | www.generatio.at

Thomas Reisenzahn
Prodinger Tourismusberatung
Telefon: +43 6542 736 61–1644
t.reisenzahn@prodinger.at | www.prodinger.at

Artikel aufrufen
Mittwoch, 08. Mai 2019

Prodinger zum fünften Mal "Steuerberater des Jahres"

Qualitätssiegel für "ausgezeichnete persönliche Betreuung, profundes Spezialwissen und ein breites Netzwerkangebot"

Beim diesjährigen Wettbewerb um den Titel "Steuerberater des Jahres" hat sich die Kanzlei Prodinger Leitinger & Partner bereits zum fünften Mal in Folge die begehrte Trophäe in der Kategorie "Steuerberater des Jahres – Allrounder" gesichert. Die ausgezeichnete persönliche Betreuung, verbunden mit einem profunden Spezialwissen des gesamten Teams und einem breiten Netzwerkangebot, hat wieder den Ausschlag gegeben.

"Auf diesen Titel sind wir besonders stolz. Das Qualitätssiegel würdigt die hohen Standards unserer Kanzlei und spiegelt die enorme Leistung des gesamten Teams wider“, freuen sich die Geschäftsführer Mag. Sonja Eder und Mag. Manfred Leitinger der Kanzlei Prodinger Leitinger. Die begehrte Trophäe wurde anlässlich eines Galaabends in den Wiener Sophiensälen überreicht, wo es zum fünften Mal in Folge hieß: And the winner is „Kanzlei Prodinger Leitinger aus Salzburg“!

„Wir sehen den ´Mehrfachsieg´ als Bestätigung dafür, dass wir in die richtige Richtung gehen. Für uns ist die Auszeichnung auch ein Ansporn, uns weiter zu entwickeln und das Angebot für die Klienten laufend auszubauen“, erklärten beide Prodinger-Geschäftsführer bei der Übernahme des "Oscars für Steuerberater", offiziell "Abakus".

Die Prodinger Kanzleien danken an dieser Stelle auch ihrem Gründer Dr. Erwin Prodinger, der vor wenigen Wochen verstorben ist.

Die Prodinger Gruppe betreut aktuell mehr als 6.000 Kunden und hat Spezialisten in den Branchen Tourismus, Bau- und Baunebengewerbe, Immobilienwirtschaft, freiberufliche Tätigkeiten, Handel, Gewerbe und Dienstleistung. Derzeit sind 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 13 Standorten tätig.

Der von "Die Presse" und der IFA Finanzgruppe ins Leben gerufene Wettbewerb gilt bereits als fixe und viel beachtete Institution in der Branche. Die über 10.000 eingegangenen Nominierungen wurden von einer hochkarätigen Fachjury kritisch bewertet. Anhand transparenter und vordefinierter Kriterien wählt die Jury dann in sieben Kategorien die "Steuerberater des Jahres". Das Qualitätssiegel würdigt Fachkompetenz und Spezialisierung von Beratungsunternehmen gerade mit Blick auf umfassendes Branchenwissen und eine große Bandbreite der Beratung.

PRODINGER STEUERBERATUNG
Mag. Manfred Leitinger
m.leitinger@prodinger.at

PRODINGER TOURISMUSBERATUNG
Thomas Reisenzahn
+43 1 890 730 9
t.reisenzahn@prodinger.at

Artikel aufrufen

PRESSESPIEGEL

Tiroler Tageszeitung Kompakt vom 21.10.2020

Hoteliers warten auf Ansprüche

Tiroler Tageszeitung vom 21.10.2020

Hoteliers warten auf gesetzliches Entgelt nach Schließung

Hotel & Design vom 19.10.2020

Der erwartbare Siegeszug der „Serviced Apartments“

Die Presse vom 14.10.2020

In Coronazeiten geht es auch ohne eine neue Tausend-Mark-Sperre

TAI Tourist. Austria. International vom 09.10.2020

Kommen wir so durch den Winter?

Vinaria Newsletter vom 06.10.2020

HOTELBRANCHE: WINTERSAISON BRINGT RIESEN-UMSATZEINBRÜCHE

Salzburger Wirtschaft vom 05.10.2020

Licht und Schatten in Coronazeiten

Hotel & Touristik vom 05.10.2020

Vorschläge zur Absicherung von Tourismusbetrieben

Kronen Zeitung Wirtschaft vom 05.10.2020

Kalte Dusche für die Hotel-Bilanzen

Hogapage Today Newsletter vom 02.10.2020

Der Winter könnte kritisch werden

STEUERNEWS

Dienstag, 13. Oktober 2020

Bis März 2021 verlängert: Welche Unterstützungsleistungen bringt der Härtefallfonds für EPU und Kleinstunternehmer?

Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus treffen viele Kleinst- und Ein-Personen-Unternehmer (EPU) wirtschaftlich besonders hart. Um die Liquidität dieser Unternehmer trotz Auftragsausfällen und Umsatzeinbußen sicherzustellen, wurde der Härtefallfonds eingerichtet.

Zuletzt wurde angekündigt, dass die Laufzeit des Härtefallfonds bis in den März 2021 verlängert werden soll. Zugleich soll die Anzahl der Betrachtungszeiträume, für die eine Unterstützungsleistung aus dem Härtefallfonds beantragt werden kann, von bisher sechs auf nunmehr zwölf Monate angehoben werden. Diese Änderungen wurden bislang (Stand 11.10.2020) allerdings noch nicht in die zugrunde liegende Förderrichtlinie eingearbeitet.

Die wesentlichen Eckpunkte der maßgeblichen Förderrichtlinie haben wir nachstehend für Sie zusammengefasst und um die bereits bekanntgegebenen Änderungen ergänzt.

Wann wird gefördert?

Die Förderung mit laufenden Unterstützungsleistungen aus dem Härtefallfonds setzt eine signifikante wirtschaftliche Bedrohung durch die Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus voraus. Eine solche ist gegeben, wenn

  • die laufenden Kosten nicht mehr gedeckt werden können,
  • der Betrieb des Unternehmers im Betrachtungszeitraum zumindest überwiegend von einem behördlich angeordneten Betretungsverbot betroffen ist oder
  • der Umsatz im Vergleich zum jeweiligen Betrachtungszeitraum des Vorjahres um mindestens 50 % eingebrochen ist.

Wer wird gefördert?

Laufende Unterstützungsleistungen aus dem Härtefallfonds können von

  • Ein-Personen-Unternehmern,
  • Neuen Selbstständigen (z.B. Trainern, Künstlern),
  • Freien Dienstnehmern,
  • Angehörigen der freien Berufe (z.B. Ärzten),
  • Kleinstunternehmern, die Arbeitnehmer im Ausmaß von weniger als zehn Vollzeitäquivalenten beschäftigen und deren Jahresumsatz und Bilanzsumme höchstens zwei Millionen Euro betragen, und
  • Erwerbstätigen Gesellschaftern, die nach dem GSVG oder FSVG pflichtversichert oder in den Versicherungen der entsprechenden Institutionen der freien Berufe versichert sind,

beantragt werden.

Der umfangreiche Katalog an persönlichen und sachlichen Anspruchsvoraussetzungen ist in der Förderrichtlinie des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) ausführlich geregelt und kann unter der Internetadresse https://www.wko.at/service/haertefall-fonds-foerderrichtlinie-phase2.html tagesaktuell abgerufen werden.

Wie und in welcher Höhe wird gefördert?

Die laufenden Unterstützungsleistungen aus dem Härtefallfonds („Phase 2“) werden als nicht rückzahlbarer Barzuschuss gewährt und betragen

  • 80 % des entgangenen Nettoeinkommens aus selbstständiger Arbeit oder Gewerbebetrieb bei Unternehmensgründung oder Betriebsübernahme bis zum 31.12.2019,
  • 90 % des entgangenen Nettoeinkommens aus selbstständiger Arbeit oder Gewerbebetrieb bei Unternehmensgründung oder Betriebsübernahme bis zum 31.12.2019 und einem durchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommen aus der unternehmerischen Tätigkeit von weniger als € 966,65 im Vergleichsjahr, sofern keine Nebeneinkünfte (z.B. aus einer unselbstständigen Beschäftigung) erzielt werden,
  • pauschal € 500,00 wenn kein Einkommensteuerbescheid vorliegt und das Unternehmen zwischen 1.1.2018 und 15.3.2020 gegründet oder übernommen wurde,

mindestens aber € 500,00 und höchstens € 2.000,00 monatlich für bis zu zwölf (bislang sechs) Monate.

Wenn die Summe aus dem verbliebenen monatlichen Nettoeinkommen einschließlich allfälliger Nebeneinkünfte (z.B. aus einer unselbstständigen Tätigkeit), den erhaltenen Leistungen aus privaten oder beruflichen Versicherungen zur Abdeckung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus und dem beantragten Zuschuss aus dem Härtefallfonds mindestens € 2.000,00 beträgt, wird der Förderbetrag um den € 2.000,00 übersteigenden Betrag gekürzt. Reduziert sich der Förderbetrag durch diese Anrechnung unter die Mindesthöhe, wird allerdings jedenfalls auf € 500,00 aufgerundet.

Keine Förderung steht hingegen zu, wenn sich schon das Nettoeinkommen aus den Nebeneinkünften und die zu berücksichtigenden Versicherungsleistungen in einem Betrachtungszeitraum zusammengerechnet auf mindestens € 2.000,00 belaufen.

Auch bereits erhaltene Soforthilfen aus dem Härtefallfonds („Phase 1“) und Förderungen aus dem Künstler-Sozialversicherungsfonds werden bis zur Mindestförderhöhe von € 500,00 auf die laufenden Unterstützungsleistungen angerechnet.

Die tatsächliche Höhe der laufenden Unterstützungsleistung wird auf Basis des entgangenen Nettoeinkommens während einmonatiger Betrachtungszeiträume berechnet, die jeweils am 16. eines Monats beginnen und am 15. des Folgemonats enden. Der erste mögliche Betrachtungszeitraum läuft von 16.3.2020 bis 15.4.2020, der letzte mögliche Betrachtungszeitraum von 16.2.2021 bis 15.3.2021 (bislang 16.11.2020 bis 15.12.2020). Die laufenden Unterstützungsleistungen können für zwölf (bislang sechs) beliebige Betrachtungszeiträume, die nicht aufeinander folgen müssen, beantragt werden.

Comeback-Bonus

Sofern ein Anspruch auf laufende Unterstützungsleistungen aus dem Härtefallfonds besteht, wird für jeden Betrachtungszeitraum zusätzlich zum Förderbetrag ein „Comeback-Bonus“ in Höhe von € 500,00 monatlich ausbezahlt.

Wie können laufende Unterstützungsleistungen beantragt werden?

Die laufenden Unterstützungsleistungen aus dem Härtefallfonds werden von der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) vergeben.

Anträge für einen bestimmten Betrachtungszeitraum können elektronisch über die Internetadresse https://www.wko.at/service/haertefall-fonds-phase-2.html gestellt werden, sobald der Betrachtungszeitraum abgelaufen ist (z.B. sind Anträge für den Betrachtungszeitraum 16.8.2020 bis 15.9.2020 ab 16.9.2020 möglich). Die laufenden Unterstützungsleistungen müssen für jeden infrage kommenden Betrachtungszeitraum gesondert beantragt werden.

Hinweis

Diese Informationen sind auf dem Stand vom 11.10.2020 und können sich kurzfristig ändern. Tagesaktuelle Informationen erhalten Sie unter https://www.wko.at/service/haertefall-fonds-phase-2.html.

Stand: 13. Oktober 2020

Bild: ra2 studio - Fotolia.com

Montag, 28. September 2020

Delegieren schafft Zeit – oder doch nicht?

Leiden Sie auch an ständigem Zeitdruck und Arbeitsüberlastung? Delegieren Sie doch Ihre Aufgaben an Ihre Mitarbeiter. Aber gewinnt man dadurch immer mehr Zeit?

Eine Reaktion auf falsche Delegation ist z. B. das Phänomen der Rückdelegation. Rückdelegation kann dann auftreten, wenn der Mitarbeiter zeitlich oder fachlich überfordert ist oder keine Verantwortung übernehmen will. Die Ursache kann auch beim Chef selbst liegen, indem er nicht genau erklärt, was zu tun ist und den Mitarbeiter über seine Erwartungshaltung im Unklaren lässt.

Tipps, damit Ihre Mitarbeiter, die an sie delegierten Aufgaben auch erledigen können:

  • Blocken Sie Ihren Mitarbeiter nicht ab, wenn er Sie um Hilfe bittet. Lösen Sie das Problem aber auch nicht sofort selbst, sondern vereinbaren Sie mit Ihrem Mitarbeiter einen kurzen Termin für später. So hat der Mitarbeiter Zeit, das Problem vielleicht doch noch selbst zu lösen, z. B. gemeinsam mit einem Kollegen.
  • Leiten Sie Ihre Mitarbeiter konsequent zu mehr Selbständigkeit an. Verlangen Sie z. B. unterschiedliche Lösungsvorschläge oder Ideen, wo man noch weitere Informationen zur Problemlösung finden könnte.
  • Investieren Sie in die Ausbildung Ihrer Mitarbeiter, damit diese auch anspruchsvolle Aufgaben erledigen können.

Stand: 28. September 2020

Bild: saksit - stock.adobe.com

Montag, 28. September 2020

Was bringt die zweite Phase des Fixkostenzuschusses?

Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat zur zweiten Phase des Fixkostenzuschusses eine umfangreiche Förderrichtlinie veröffentlicht, deren wesentliche Eckpunkte wir für Sie zusammengefasst haben. Daneben gelten zahlreiche Bedingungen, Voraussetzungen und Einschränkungen, weshalb im Einzelfall steuerliche Beratung bei der Vorbereitung eines Antrags in Anspruch genommen werden sollte.

Der Fixkostenzuschuss II soll in zwei Tranchen für sechs Monate gewährt werden können, wobei die Richtlinie mehrere Möglichkeiten zur Wahl des Betrachtungszeitraumes offenlässt.

Das Ausmaß, in dem die Fixkosten ersetzt werden, soll dem prozentuellen Umsatzrückgang entsprechen. Die Ersatzrate liegt also zwischen 30 % (bei dem für die Antragstellung mindestens notwendigen Umsatzrückgang) und 100 % (bei totalem Umsatzausfall). Der insgesamt beantragte Fixkostenzuschuss II muss dabei aber mindestens € 500,00 betragen. Die maximale Höhe des Fixkostenzuschusses II ist pro Unternehmen begrenzt.

Grundsätzlich ersatzfähig sollen betriebsnotwendige Fixkosten sein, die unter eine oder mehrere der in der Richtlinie angeführten Kostenkategorien fallen. Darunter fällt z. B. auch ein angemessener Unternehmerlohn oder Geschäftsführerbezüge von bestimmten Gesellschafter-Geschäftsführern einer Kapitalgesellschaft.

Unter bestimmten Voraussetzungen soll der Fixkostenzuschuss II von kleinen Unternehmen auch in pauschalierter Form ermittelt werden können. Wird dieses Wahlrecht ausgeübt, können 30 % des Umsatzrückgangs beantragt werden.

Die Auszahlung des Fixkostenzuschusses II setzt eine Genehmigung der EU-Kommission voraus. Ob, und falls ja, mit welchen Auflagen diese Genehmigung erteilt wird, war bei Drucklegung nicht absehbar. Diese Informationen sind auf dem Stand vom 8.9.2020 und können sich kurzfristig ändern. Weitere Informationen zum Fixkostenzuschuss II finden Sie auf unserer Kanzleihomepage. Die zu berücksichtigenden Regelungen, Voraussetzungen und Einschränkungen sind besonders umfangreich, weshalb in diesem Artikel nur einige Eckpunkte wiedergegeben werden können. Tagesaktuelle und weiterführende Informationen erhalten Sie unter https://www.fixkostenzuschuss.at/.

Stand: 28. September 2020

Bild: Yabresse - Fotolia.com

Montag, 28. September 2020

Für welche Investitionen beträgt die COVID-19-Investitionsprämie 14 %?

Wie bereits berichtet, werden mit der COVID-19-Investitionsprämie unter bestimmten Voraussetzungen aktivierungspflichtige Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen befristet bis 28.2.2021 gefördert. Dabei sind bestimmte Förderungsvoraussetzungen z. B. hinsichtlich des antragstellenden Unternehmens zu beachten. Auch sind einige Investitionen von der Förderung gänzlich ausgeschlossen.

Grundsätzlich erfolgt die Förderung in Form von nicht rückzahlbaren Zuschüssen in Höhe von 7 % bzw. 14 % der Anschaffungskosten der förderungsfähigen Investitionen. 14 % Förderung sind möglich für bestimmte Investitionsteile aus den in der Förderrichtlinie definierten Bereichen:

  • Ökologisierung/Klimaschutz: wie z. B. bestimmte Investitionen in Klimaschutz, Mobilitätsmanagement und Elektrofahrzeuge (inkl. z. B. neue Elektroräder und neue Fahrräder), Rohstoffmanagement, Energieeinsparung (Wasser, Wärme), Abfallwirtschaft, Gebäudesanierung
  • Digitalisierung: wie z. B. bestimmte Investitionen in künstliche Intelligenz, Cloud Computing, Big Data, Geschäftsmodell und Prozesse (digitale Anwendungen), IT-Security, E-Commerce (z. B. digitale Transformation)
  • Gesundheit: wie z. B. bestimmte Investitionen in den Bereichen Entwicklung und Herstellung von Medizinprodukten und in Produkten von strategischer Bedeutung bei Pandemien

Die umfangreichen Anhänge der Förderrichtlinie regeln hier viele Details, Beispiele und Voraussetzungen. Wichtig ist, diese Voraussetzungen vorab genau zu prüfen. So sind z. B. Elektro-Pkw (ausgenommen die für 7 + 1 Personen zugelassenen E-Busse dieser Klasse) nur dann mit 14 % förderfähig, wenn der Brutto-Listenpreis des Basismodells € 60.000,00 nicht übersteigt.

Diese Informationen sind auf dem Stand vom 08.09.2020 und können sich kurzfristig ändern. Aktuelle und detailliertere Informationen, Förderrichtlinie und FAQs finden Sie auf der Homepage der Austria Wirtschaftsservice GmbH (www.aws.at), die auch die Fördermaßnahme abwickelt.

Stand: 28. September 2020

Bild: Jenny Sturm - stock.adobe.com

Montag, 28. September 2020

Wie wurde die Gastgewerbepauschalierungsverordnung geändert?

Der Bundesminister für Finanzen hat die Gastgewerbepauschalierungsverordnung geändert. Die ab der Veranlagung 2020 geltenden Eckpunkte der Pauschalierung sind nun:

Anspruchsberechtigt sind Unternehmen, die ein Gastgewerbe mit zugehöriger Gewerbeberechtigung betreiben, wenn keine Buchführungspflicht besteht und nicht freiwillig Bücher geführt werden und die Umsätze im vorangegangenen Wirtschaftsjahr grundsätzlich nicht mehr als € 400.000,00 (bisher € 255.000,00) netto betragen.

Grundpauschale: Dieses beträgt 15 % der Bemessungsgrundlage (Umsätze), mindestens € 6.000,00 und höchstens € 60.000,00. Beträgt die Bemessungsgrundlage weniger als € 40.000,00, darf durch den Ansatz des Pauschalbetrages von € 6.000,00 kein Verlust entstehen.

Bestimmte weitere Aufwendungen sind neben dem Grundpauschale absetzbar: z. B. Ausgaben für Waren, Löhne und Lohnnebenkosten, Fortbildungen von Mitarbeitern, betriebliche Ausgaben für die Instandhaltung, Gewinnfreibetrag (nur der Grundfreibetrag).

Das Mobilitätspauschale beträgt:

  • 6 % der Bemessungsgrundlage (max. € 24.000,00) in Gemeinden mit höchstens 5.000 Einwohnern
  • 4 % der Bemessungsgrundlage (max. € 16.000,00) in Gemeinden mit mehr als 5.000, aber höchstens 10.000 Einwohnern
  • 2 % der Bemessungsgrundlage (max. € 8.000,00) in Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern

Voraussetzung ist die Inanspruchnahme des Grundpauschales.

Das Energie- und Raumpauschale beträgt 8 % der Bemessungsgrundlage (max. € 32.000,00). Voraussetzung ist die Inanspruchnahme des Grundpauschales sowie das Vorliegen von außerhalb des Wohnungsverbandes gelegenen Räumlichkeiten, die der Ausübung des Gastgewerbes dienen.

Weitere Regelungen betreffen unter anderem Bindewirkungen bei Inanspruchnahme und die vereinfachte Führung des Wareneingangsbuches.

Stand: 28. September 2020

Bild: arizanko - stock.adobe.com

Montag, 28. September 2020

Muss eine Schenkung gemeldet werden?

Anzeigepflicht besteht für Schenkungen und Zweckzuwendungen unter Lebenden, wenn im Zeitpunkt des Erwerbes mindestens ein Beteiligter einen Wohnsitz, den gewöhnlichen Aufenthalt, den Sitz oder die Geschäftsleitung im Inland hatte. Zu melden sind insbesondere Schenkungen von

  • Bargeld, Kapitalforderungen, Gesellschaftsanteilen
  • Betrieben oder Teilbetrieben
  • beweglichem körperlichen Vermögen (wie z. B. Schmuck, Kraftfahrzeuge)
  • immateriellen Vermögensgegenstände (wie z. B. Fruchtgenussrechte, Urheberrechte)

Die Anzeige ist entweder von den beteiligten Personen (Schenkender, Beschenkte) oder von am Vertrag mitwirkenden Rechtsanwälten und Notaren zur ungeteilten Hand (das heißt, wenn eine dieser Personen die Anzeige einbringt, sind die anderen nicht mehr dazu verpflichtet) durchzuführen. Sie ist binnen einer Frist von drei Monaten ab Erwerb zu erledigen.

Hinweis: Unter die Regelungen zum Schenkungsmeldegesetz fallen keine Erbschaften. Sie müssen nicht gemeldet werden.

Ausgenommen von der Anzeigepflicht sind unter anderem

  • Erwerbe zwischen bestimmten Angehörigen (auch Lebensgefährten) bis zu insgesamt € 50.000,00 innerhalb eines Jahres,
  • Erwerbe zwischen anderen Personen bis € 15.000,00 innerhalb von fünf Jahren,
  • übliche Gelegenheitsgeschenke bis €1.000,00 (Hausrat inkl. Bekleidung ist ohne Wertgrenze befreit),
  • Grundstücksschenkungen (jedoch Anzeigepflicht nach dem Grunderwerbsteuergesetz),
  • Zuwendungen, die unter das Stiftungseingangssteuergesetz fallen.

Das vorsätzliche Unterlassen der Anzeige ist eine Finanzordnungswidrigkeit. Sie wird mit einer Geldstrafe bis zu 10 % des gemeinen Wertes der nicht angezeigten Erwerbe geahndet. Alle zur Meldung verpflichteten Personen können gestraft werden. Eine Selbstanzeige ist bis zu einem Jahr möglich, und zwar ab dem Ablauf der dreimonatigen Meldepflicht.

Stand: 28. September 2020

Bild: Sebastian Duda - Fotolia.com

Montag, 28. September 2020

Regelbedarfsätze für Unterhaltsleistungen für 2021

Ein Unterhaltsabsetzbetrag kann unter bestimmten Voraussetzungen zur steuerlichen Entlastung geltend gemacht werden, wenn der gesetzliche Unterhalt geleistet wird und

  • das Kind sich in einem Mitgliedstaat der EU, in einem EWR-Staat oder in der Schweiz aufhält,
  • das Kind nicht dem Haushalt des Steuerpflichtigen angehört und
  • für das Kind keine Familienbeihilfe bezogen wird.

Wenn keine vertragliche, gerichtliche oder behördliche Festsetzung der Unterhaltsleistung erfolgt ist, wird der Unterhaltsabsetzbetrag nur dann zuerkannt, wenn der vereinbarten Unterhaltsverpflichtung in vollem Ausmaß nachgekommen wurde und die Regelbedarfssätze nicht unterschritten wurden.

Die Regelbedarfssätze werden jedes Jahr neu festgelegt. Für steuerliche Belange gelten für 2021 folgende Sätze:

Altersgruppe  
0 – 3 Jahre € 213,00
3 – 6 Jahre € 274,00
6 – 10 Jahre € 352,00
10 – 15 Jahre € 402,00
15 – 19 Jahre € 474,00
19 – 28 Jahre € 594,00

Stand: 28. September 2020

Bild: luckybusiness - stock.adobe.com

Montag, 28. September 2020

Welche gesetzlichen Kündigungsfristen gelten ab 01.01.2021 für Arbeiter?

Hinweis: Aktuell (Stand 22.10.2020) wird erwogen, das Inkrafttreten der neu geregelten Kündigungsfristen und –termine für Arbeiter um ein Jahr auf den 1.1.2022 zu verschieben. Wir berichten selbstverständlich wieder, falls die Verschiebung beschlossen wird.

Die derzeit für die Kündigung von Arbeiterdienstverhältnissen geltenden Regelungen sind oft wenig übersichtlich. Kündigungsfristen und –termine können sich im Einzelfall aus einem Kollektivvertrag, einer Einzelvereinbarung, der Gewerbeordnung (GewO) oder dem Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB) ergeben. Zur Vereinfachung werden die gesetzlichen Fristen und Termine für ab 01.01.2021 ausgesprochene Kündigungen weitgehend an die Regelungen für Angestellte angeglichen. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die Änderungen:

Fristen und Termine bei Dienstgeberkündigungen

Der Dienstgeber kann ein Arbeiterdienstverhältnis ab 1.1.2021 unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von

  • sechs Wochen,
  • zwei Monaten nach dem vollendeten zweiten Dienstjahr,
  • drei Monaten nach dem vollendeten fünften Dienstjahr,
  • vier Monaten nach dem vollendeten 15. Dienstjahr oder
  • fünf Monaten nach dem vollendeten 25. Dienstjahr

zum jeweiligen Quartalsende lösen. Davon abweichend können auch der 15. eines Monats oder der Monatsletzte als Kündigungstermin vereinbart werden, sofern ein anwendbarer Kollektivvertrag dem nicht entgegensteht.

Fristen und Termine bei Dienstnehmerkündigungen

Arbeiter können ihre Dienstverhältnisse ab 1.1.2021 mit einer Kündigungsfrist von grundsätzlich einem Monat zum jeweils Monatsletzten lösen. Eine für den Dienstnehmer günstigere Regelung (z.B. laut Kollektivvertrag) ist zulässig.

Die Kündigungsfrist kann durch Einzelvereinbarung auf bis zu sechs Monate verlängert werden. Die für den Dienstgeber geltende Kündigungsfrist darf dabei aber nicht kürzer ausfallen, als die Frist für die Kündigung durch den Dienstnehmer.

Saisonbetriebe

Durch Kollektivvertrag können für Branchen, in denen Saisonbetrieb überwiegen (z.B. Baugewerbe, Tourismus), sowohl bei Kündigungen durch den Dienstgeber wie auch durch den Dienstnehmer abweichende Kündigungsfristen und –termine festgelegt werden.

Was ist zu tun?

Dienstgeber sollten unbedingt Beratung bezüglich ihrer individuellen Situation in Anspruch nehmen und rechtzeitig überprüfen, ob die jeweils anwendbaren Kollektivverträge, Betriebs- und Einzelvereinbarungen der neuen Rechtslage entsprechen und bereits aufeinander abgestimmt sind. Insbesondere darf der Dienstgeber kürzere Kündigungsfristen, die sich z.B. aus einem „alten“ Kollektivvertrag ergeben, ab 1.1.2021 nicht mehr anwenden, da ansonsten arbeitsrechtliche Entschädigungsansprüche des Dienstnehmers entstehen können.

Stand: 22. Oktober 2020

Bild: arsenypopel - stock.adobe.com

Montag, 28. September 2020

Delegieren schafft Zeit – oder doch nicht?

Leiden Sie auch an ständigem Zeitdruck und Arbeitsüberlastung? Delegieren Sie doch Ihre Aufgaben an Ihre Mitarbeiter. Aber gewinnt man dadurch immer mehr Zeit?

Eine Reaktion auf falsche Delegation ist z. B. das Phänomen der Rückdelegation. Rückdelegation kann dann auftreten, wenn der Mitarbeiter zeitlich oder fachlich überfordert ist oder keine Verantwortung übernehmen will. Die Ursache kann auch beim Chef selbst liegen, indem er nicht genau erklärt, was zu tun ist und den Mitarbeiter über seine Erwartungshaltung im Unklaren lässt.

Tipps, damit Ihre Mitarbeiter, die an sie delegierten Aufgaben auch erledigen können:

  • Blocken Sie Ihren Mitarbeiter nicht ab, wenn er Sie um Hilfe bittet. Lösen Sie das Problem aber auch nicht sofort selbst, sondern vereinbaren Sie mit Ihrem Mitarbeiter einen kurzen Termin für später. So hat der Mitarbeiter Zeit, das Problem vielleicht doch noch selbst zu lösen, z. B. gemeinsam mit einem Kollegen.
  • Leiten Sie Ihre Mitarbeiter konsequent zu mehr Selbständigkeit an. Verlangen Sie z. B. unterschiedliche Lösungsvorschläge oder Ideen, wo man noch weitere Informationen zur Problemlösung finden könnte.
  • Investieren Sie in die Ausbildung Ihrer Mitarbeiter, damit diese auch anspruchsvolle Aufgaben erledigen können.

Stand: 28. September 2020

Bild: saksit - stock.adobe.com

Montag, 28. September 2020

Was bringt die zweite Phase des Fixkostenzuschusses?

Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat zur zweiten Phase des Fixkostenzuschusses eine umfangreiche Förderrichtlinie veröffentlicht, deren wesentliche Eckpunkte wir für Sie zusammengefasst haben. Daneben gelten zahlreiche Bedingungen, Voraussetzungen und Einschränkungen, weshalb im Einzelfall steuerliche Beratung bei der Vorbereitung eines Antrags in Anspruch genommen werden sollte.

Der Fixkostenzuschuss II soll in zwei Tranchen für sechs Monate gewährt werden können, wobei die Richtlinie mehrere Möglichkeiten zur Wahl des Betrachtungszeitraumes offenlässt.

Das Ausmaß, in dem die Fixkosten ersetzt werden, soll dem prozentuellen Umsatzrückgang entsprechen. Die Ersatzrate liegt also zwischen 30 % (bei dem für die Antragstellung mindestens notwendigen Umsatzrückgang) und 100 % (bei totalem Umsatzausfall). Der insgesamt beantragte Fixkostenzuschuss II muss dabei aber mindestens € 500,00 betragen. Die maximale Höhe des Fixkostenzuschusses II ist pro Unternehmen begrenzt.

Grundsätzlich ersatzfähig sollen betriebsnotwendige Fixkosten sein, die unter eine oder mehrere der in der Richtlinie angeführten Kostenkategorien fallen. Darunter fällt z. B. auch ein angemessener Unternehmerlohn oder Geschäftsführerbezüge von bestimmten Gesellschafter-Geschäftsführern einer Kapitalgesellschaft.

Unter bestimmten Voraussetzungen soll der Fixkostenzuschuss II von kleinen Unternehmen auch in pauschalierter Form ermittelt werden können. Wird dieses Wahlrecht ausgeübt, können 30 % des Umsatzrückgangs beantragt werden.

Die Auszahlung des Fixkostenzuschusses II setzt eine Genehmigung der EU-Kommission voraus. Ob, und falls ja, mit welchen Auflagen diese Genehmigung erteilt wird, war bei Drucklegung nicht absehbar. Diese Informationen sind auf dem Stand vom 8.9.2020 und können sich kurzfristig ändern. Weitere Informationen zum Fixkostenzuschuss II finden Sie auf unserer Kanzleihomepage. Die zu berücksichtigenden Regelungen, Voraussetzungen und Einschränkungen sind besonders umfangreich, weshalb in diesem Artikel nur einige Eckpunkte wiedergegeben werden können. Tagesaktuelle und weiterführende Informationen erhalten Sie unter https://www.fixkostenzuschuss.at/.

Stand: 28. September 2020

Bild: Yabresse - Fotolia.com

Diese Webseite verwendet Cookies.
Damit Sie unsere Website optimal nutzen können, speichern wir Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.