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Das müsste jetzt getan werden!

QuellezT.A.i 2019 Quelle: Tourismus- und Freizeitwirtschait 2018, Statistik Austria, 2019 Queile: Prodinger Benchmarkvergleich. 2017/2018 eru ihrer Forderungen ist eine Steuerreform, die den Tourismusstandon: Öster— Deutschland —®—— Umsaii Gesamtreiseverkehr real (Pr. 2010) Konkrete Forderungen an die Politik: – Überdenken der Förderrichtlinien: Qualitätswrbesserung sollte nicht immer zu mehr Dienstleistung und Beschäftigung führen. – 50-plusProgramme und geringfü- giges Arbeiten im Pensionsalter ge— hören reformiert. – Zuzug von Drittstaaten ermögli- chen und eine schnelle Reform der Rot-Weiß—Rot-Karte. Die Autoren kritisieren den Erlass des Arbeitsinspektorats‚ der eine Min— destquote von Strafen als Zielvorgabe für die Beamten vorsehe und diese dazu zwinge, “oft gegen ihren Wil— len nach Fehlern zu suchen, anstatt zu beraten und Lösungen zu finden“. Österreich müsse auch dringend die “komplizierteste Lohnverrechnung der Welt“ (im Schnitt ändern sich die Fi- nanzgesetze alle zwei Wochen!) ver- einfachen. Dazu gehört auch eine steuer- und abgebenfreie Mitarbeiter- beteiligung an Unternehmen, die jabe- reits im Parlament ist, aber noch nicht beschlossen wurde. Demo plädieren sie dafür, die diskutierte Senkung der Ein- kommensteuertarife Wirklichkeit wer- den zu lassen, weil das ein wirklich po- sitives Signal an die Mitarbeiter wäre und “keine automatische Lohnkosten- reduktion für den Dienstgeber”. Arbeitszeiten Die neue Regelung zum “persönlichen Feiertag“ sei gerade imTourismus “ab- solutunwirtschaftlich”, sie führe zu er- heblichen Mehrkosten und zur Gefahr, dass der Betrieb an beliebten gesetzli— chen Feiertagen stillsteht. Die gesetz— liche Regelung rund um den Zwölf- Stunden-Tag sei unnötig bürokratisch, Dienstnehmer, die gerne länger arbei— ten möchten oder flexibel sein möch- ten, “werden unmündig in ihrer Ent scheidung gemacht“. Das neue Clearingsystem gegen— über der GKK habe ebenfalls zu einem erheblichen Mehraufwand geführt. “Den Unternehmen wird ständig un- terstellt, ihre Beiträge nicht korrekt oder zeitgerecht zu zahlen.“ Prodin- ger fordert eine Pauschalierung der So- zialabgaben und Steuern von 25 % bei Aushilfen. Sie fordern einmal mehr ein Kombilohnsystem, das sich in vielen EU-Ländern bereits bewährt hat, um Saisonschwankungen auszugleichen. Abschreibungen Die größte Belastung fiir die Hotelle- rie sehen die Steuerberater im Bereich der Abschreibungen. Hier fordern sie: – Nutzungsdauer der Gebäude Wieder auf 33 Jahre senken. – Nutzungsdauer bei Personalwohn— häusern von derzeit 66 (!) Jahren ebenfalls auf 33 Jahre senken. – funktionale AfA für sich schnell ab- nutzende Komponenten ermög- lichen, um die Besteuerung von Scheingewinnen zu verhindern. Das -müsste jetzt getan werden! Die Prodinger Beratungsgruppe hat rechtzeitig vor der Wahl “Ideen zur Zukunftssicherung der Hotellerie“ herausgegeben. Sie fordern “Taten statt Worthülsen“ und formulieren konkrete Maßnahmen, die die meisten Hoteliers dick unterstreichen würden Text: Thomas Askan Vierich reich entlastet. Und die Autoren Thomas Reisenzahn und Nina Pöll- mann wissen, wovon sie sprechen. Steuerberatung fiir die Hotellerie ist ihr Kerngeschäft — neben der Bera tertätigkeit. Der Tourismus steht vor großen Herausforderungen. Das belegen sie mit Zahlen, die zeigen, dass die Bet— tenanzahl in derVier- bis Fünf-Sterne Hotellerie den Umsätzen davoneilt (siehe Grafik). Und die Wertschöp- fung ist sehr ungleich verteilt: 10 % der Betriebe erzielen 30 % der Logis- nächte und 50 % der gesamtenWert- schöpfung in der Hotellerie. Wachs- tum findet vor allem in den Städten und in den oberen Segmenten statt, Die durchschnittliche Betriebsgröße steigt. Dennoch ist sie in Österreich immer noch deutlich niedriger als in den Nachbarländern. 86,2 % sind im- mer noch Familienbetriebe. Fast die Hälfte steht in den nächsten zehn ah- ren zur Übergabe an. Kostendruck steigt Das größte Problem der Branche sei der Kostendruck, vor allem im unte— ren Segment: Hier fressen die Kosten die Erlöse auf (siehe Grufik). Und der GOP ist bei österreichischen Betrieben schlechter als zum Beispiel in Deutsch- land: im Median 18,2 % zu 26,5 %. Und die Beschäftigtenzahl wächst pro- portional zu den Betten stärker. Bei den Arbeitskosten stehen die Österrei- chischen Tourismusbetriebe schlech- ter als die Konkurrenz im Ausland dar, weil bei uns die Belastung der Arbeit durch Steuern und Nebenkosten um mehr als ein Drittel höher ist als im OECD´DLII´ChSCIIIIÜI. Wenn man denn überhaupt noch Mitarbeiter finden Dazu gab es bis Redaktionsschluss keine konkreten Informationen, die gibt es wohi erst im Oktober. Die Einführung in der Hotellerie ist mc mentan bis auf unbestimmt ver- schoben. Die ÖHV rät den Betrie— ben, sich mögiichsi sofort mit ihren Payment—Service-Providern in Ver— bindung zu setzen. Laut Card Come plete tun das auch immer mehr Be— triebe. Prodinger sagt zu diesem Thema, dass das in Österreich bei solchen EU-Verordnungen übliche Gold Piating“, also eine Übereriül— lung des Mindeststandards, wie bei der DSGVO und der Allergenverord- nung, u´fi´5ädingt vermieden werden sollte. Schweiz Österreich Anteil der Hotellerie an der Wirtschaftsleistung in % Reale Umsätze im Gesamtreiseverkehr vs. Bettenwachstum 4/5-Sterne in % @ Gesamterlöse pro Nächtigung: Ökologisietung des Steuersystems mit verbesserter Absetzbarkeit von Investitionen in nachhaltige Energie, – Aufwertungsrnögiichkeit auf den Verkehrswert der Liegenschaften soil geschaffen werden. Durch eine Bewertung von Grund und Gebäude mit den Verkehrswerten werden richtigere Werte in den Jahresab- schlüssen dargestellt. 175 — _.— Betten in Hotels oder ähnlichen Betrieben 4/5-Sterne Rechtsformeutralität der Besteue- rung nicht entnommener Gewinne: Für Einzelunternehmen und Per- sonengeseilschaften sollten die im Unternehmen verbleibenden Ge— winne mit 25 % besteuert und erst bei einer Entnahme ins Privatver— mögen ähnlich der KESt (27,5 %) bei Kapitalgesellschaften behandelt werden.

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