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Tourismus: Weiter auf ausgetretenden Pfaden?

Die Wintersaisonein Totalausfall. Der S ommer eine Z itterpartie.W o hingeh t die Reisedes Tiroler Tourismus? Beieiner hochkarätigbesetzten Online-Diskussiondes „ C l u b T i r o l “ wu r de M o ntagabend ü b er di e Zukunfteiner Branchenachgedacht, diewie keineanderedas Bild Tirolsprägtundwie keineanderedurch die Pandemieineine Krisegestürztwurde.F i x i s t n u r : E swi r d sicheinigesändern!T i r oler T o u rismus suchtneue Wege suchtneue WegeJ osef Schirgi ist schäftsführerder T musregion LadisundGeouris-Serfaus-Fiss-Bundesobmann der heimischen Tourismusmanager(BÖTM). Er verdeutlicht die Krise anh and v on B udgetzahlen der Tiroler Tourismusverbände.Die se finanzieren s ich bekanntlich großteils a us A ufenthaltsabgaben b zw.Pflich tbeiträgen: „2019warenesnoch230 M illionen E uro, i m V orjahrnurnoch150Millio- nen Euro. Heuerdrohtein weiteres Minus von rund 40 Millionen Euro. “ Zuletzt investierten die Verbände54Mio. €jährlichin regionale Infrastrukturen.Der TVB-Mann verweist a uf d en M ehrwert f ür E inheimische.P rinzipiellglaubt Schi rgianeins chnelles Comeb ack n ach d er K rise, D eba tten ü ber Nachhal tigkeit und Ökologie seien aber e ingebremst : „ N un g eht’s umsbloße Überleben! “I mmermehr Ankünfte, immer kürzere Aufenthalte.„Dieser Trend überfordert irgendwann das System“, n ennt T ourismus-Stra t ege Hubert Sillervom Management Center Innsbruck (MCI) eine Entwicklung, die die Touristikervor der Krise nicht mehr stoppen konnten. Zuletzt blieben Gästeim Schnittnichtlänger als drei bis vier Tage.Undindieserknappen Zeit mussalleskonsumiertwerden. Die Auswirkungen: M ehr V erkehr, ü berfüllte Ausflugsziele, überforderte Ga stgeber. „Wir werden ü ber Kapa zitätsbeschränk ungen r eden m üssen“, mein t Sille r, der de rzeit in die Ausarbeitungderneuen T ourismu s leitlinien d es Landes eingebunden ist. Zum Tourismus an sich sieht Sillerin Tirolaberkeine Alternative: „Jederdritte Eurowirddirektoderindir ekt ü ber d iese B ranche e rwirtschaftet. “Eine Alternativemüsseauchnichtsein.Denn „das Produkt Bergurlaub“werdenachder Krisewiedersehrgefragtsein.M it Eltern und Geschwistern führt Hauser-Benz das 5-Sterne-Hausmitmittlerweile170 Zimmern. Trotzdem ist die familiäre Atmosphäre geblieben. Nicht zuletzt w egen d er M itarbeite r.„Wir haben 70 Prozent S tammgäste.Die se w ollen S tammpersonal“, w eist H auser-Benz a uf e inen v ielfach u nterschätzten Wohlfühlfaktor hin.D urch d ie K rise g ehen v iele Fachkräfte aber verlo- ren. „Die Abwanderungstendenzen sind enorm.Vielewollensichumschulenlassen, sehenihren Job auflange Sichtgefährdet. “ 230Mitarbeitersindbeim Stanglwirt in Kurzarbeit, 3 0 w eiterhin n ormal a ngestellt. „Wir investieren w eiter in da s Mi tarbeiterha us“, nennt Ha user-Benz e in B eispiel, w ie m an a ls A rbeitgeber a ttraktiv bleiben will. Sie sieht die B ranche i n n ächste r Z e it hierbesondersgefordert.T homas Reisenzahn ist Tourismusberater und betreut rund 500 Hotels.Deren Lage beurteilt er a us S teuerberater-Sich t : „Die Liquidität neigtsich dem Ende zu, die Hilfen kompensieren natürlich nichtalle Kosten. “Vorallemsehr kleinenund den größten Betrieben „geht derzeitdie Luftaus“. Reisenzahnsiehtdienahe Zukunft generell nichtrosarot: „Es dauert Jahre, bis die Branchevölligausder K rise h erauskommt. “ B ezüglich Ferientourismus st immt de r geb ürtige Kitzb üheler den P rognosendes Ö sterreichischen I nstituts f ür Wi rtschaf ts forschung (Wifo) zu, das 2022 eine E rholung s ieht.E in w eiterer Schlagins Gesichtder Touristiker: „Rund 15 bis 20Prozentder Fachkräfte werdenunsdauerhaftverlassen. “Zudemstehebald e in K ampf u m n eue S teuern bevor. Konkret: Wie viele Betriebe werden die Krise nicht überleben?„Füretwa10Prozentwird essehr, sehrschwierig. “T i r oler T o u rismus suchtneue Wege suchtneue WegeS D o pannende iskussion, b bewährte Musterreichen o d T n d der er ourismus ach er Corona-Kriseeinegroße U b mwandlung enötigt.EXPERTEN-DISKUSSION§ THEMADESTAGES, SEITEN24/25Tourismusmanager Josef Schirgispricht überdiedramatisch sinkenden Budgets der TVBunddass Debattenüberdie Nachhaltigkeitnun zweitrangigsind.CLAUDIATHURNER ANDREASMOSERTVB-Manager Josef SchirgiZuerst überleben, dann die Öko-WelleNachdenken über K a p azit ä t s g r e n z e nHubert Sillervom Management Centersieht Alternativenzum Massentourismus, aberkeinezumTourismusalsLeitbranchefürTirol.Hubert Sillervom MCIausgetretenen Pfaden?Mitarbeiterhalten!Aberwie? Elisabeth Hauser-Benzvom Stanglwirtin Going siehtdarineine zentrale Frage.Dennderzeitwollen vieleabwandern.Elisabeth Hauser-BenzHerkulesaufgabe Mitarbeiter haltenDie Massewardiegängigste Messlatteim Tiroler Tourismus. Jetztrückenandere Werteinden Mittelpunktder Diskussion.Jeder zehnte Betrieb t a u me l t d em E nde z uZahlensindfür Tourismusberater Thomas Reisenzahndastägliche Brot, ersiehtviele H otels d em A bgrund i mmer n äher k o m men.Thomas Reisenzahn

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