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So wird Tourismusbetrieben wirklich geholfen

or dem Hintergrund der noch /5= nicht durchgestandenen Corona-Pandemie legt die Prodinger Beratungsgruppe eine Reihe konkreter Vorschläge zur Absicherung der heimischen Tourismusbetriebe vor. Kernpunkt dieses Strategiepapiers ist eine auf künftige Entwicklungen hin ausgerichtete „To Do“-Liste, die von der Politik berücksichtigt und Punkt für Punkt abgearbeitet werden sollte.Unbedingt eingeführt werden sollte eine mögliche Aufwertung der Buchwerte auf den Verkehrswert einer Liegenschaft. Durch die Bewertung der gesamten Liegenschaft mit den Verkehrswerten ließe sich in den Bilanzen das echte Eigenkapital darstellen. Dies würde die Bonität stärken und langfristig die Abschreibungsbasis erhöhen. Hier schlagen die Prodinger-Experten eine bis 31. 12. 2022 befristete Übergangsregelung vor, wonach das Vermögen mit dem Viertel-Steuersatz über mehrere Jahre verteilt begünstigt aufgewertet werden kann.Weitere Punkte in der Analyse befassen sich mit dem Eigenkapital („eine marktübliche Verzinsung des ins Unternehmen eingebrachten Eigenkapitals steuerlich abzugsfähig machen“), der zinsenmäßigen Gleichbehandlung eines dem Betrieb hingegebenen Privatdarlehens mit Fremdkapital, der Rechtsformneutralität der Besteuerung nicht entnommener Gewinne, der Investitionsprämie und der Behandlung von Fremdkapital.Im Bereich der Mitarbeiterkosten ist den Beratern neben einer Entlastung des Faktors Arbeit vor allem eine radikale Vereinfachung der Personalverrechnung ein An-Mitarbeiter sollten mehr Chancen bekommen, Mitunternehmer zu werden. Prämiensysteme (variable Lohnbestandteile) könnten sehr gut steuerneutral abgewickelt werden. Die steuer- und SV-freie Auszahlung von Gewinnanteilen führt auch zu einer zusätzlichen Motivation der Mitarbeiter. Neue Steuerstufen sollen schließlich für „mehr Netto vom Brutto“ sorgen.Ideen zur Ökologisierung des Steuersystems sowie zu Strukturfragen (einheitliche Tourismusabgaben und -gesetze) runden das dieser Tage vorgelegte Kompendium ab.6 // CHEFSACHEText: Thomas ReisenzahnWir fordern, dass es im kommenden Winter keinesfalls mehr zu Betretungsverboten in Hotels und Gaststätten kommen darf. Die Anwendung der erprobten 3G-Regel sollte ausreichen. Ein Zutrittsverbot für Ungeimpfte würde die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen touristischen Märkten massiv einschränken. Was die Beihilfen betrifft, wurde bisher ein zu hoher Mix angeboten, der aus Verlustersatz, Fixkostenzuschuss, Umsatzsteuer und Ausfallsbonus besteht. Im Grunde wäre es besser gewesen, einfach den Verlustersatz durchzuführen.Steuerliche Aufwertung auf den VerkehrswertBetriebsübergaben und Exit-SzenarienAuch für die vielen anstehenden Betriebsübergaben wäre eine solche Aufwertungsoption eine wesentliche Erleichterung. Da die Bereitschaft zu Betriebsübernahmen ohnehin begrenzt ist, sollte ähnlich dem Abschmelzmodell bei der deutschen Erbschaftssteuer die Steuerbelastung aus der Aufwertung überhaupt wegfallen, wenn der Betrieb zumindest sieben Jahre vom Nachfolger fortgeführt wird.www.gast.atN215 8. Oktober 2021 @®GZliegen. Österreich hat die komplizierteste Lohnverrechnung der Welt! Unsere Lohnverrechner werden im Schnitt alle zwei Wochen mit Änderungen bei den Finanzgesetzen konfrontiert! Ein Ausweg wäre eine einheitliche Dienstgeberabgabe mit radikaler Reduktion der Beitragsgruppen, eine einheitliche Erhebung durch eine Behörde (Betriebsstätten-Finanzamt) sowie die sofortige (und schon mehrfach versprochene) Abschaffung der kalten Progression.ErfolgsbeteiligungProdinger» Zum Autor Thomas Reisenzahn ist Geschäftsführer und Gesellschafter der Prodinger Tourismusberatung mit Sitz in Wien und Zell/See.www.prodinger.at

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