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Kalte Dusche für die Hotel-Bilanzen

S chon b is O ktober h aben d ie B etriebe r und 2,2Milliarden Euro Umsatzverloren. Inder Wintersaisonverdienensie75%ihrer Erträge.heimischen Vierund Fünfsternehotels2020einen Verlustvon je 150.000 € machen. Der Umsatzverlustdergesamten Beherbergungsbranche (16.000Betriebe)beträgt2,2 Milliarden€. Die Eigenkapit d i d R b alquote, ie n er egel ei 12–13%liegt, wirdempfindl s b m ich chrumpfen, ei anchenunternull. Thomas Reisenzahn, Chefder Prodinger S ch nitt w e r den d ie B e r atung, d ie 5 00 H o t els, Bergbahnenund Tourismusortezuihren Kundenzählt: „Ichschätze, dassetwazehn Prozent der Hotelbetriebe dasnichtüberlebenwerden. “ Zwar linderte bisher der warme Regen der Regierungshilfen die kalte Coron a-Dusche, d och d er w ährt nicht ewig. Fixkostenzus chuss w ird e s f ür d en W inter wohlkeinenmehrgeben. Die Umsatzsteuer-Senkungläuftmit Jahresende aus. Die Kurzarbeitbringtim Saisongeschäft nichts. Nur der ( steuerliche) V erlustrücktragnützteinigen.Umdie Bilanzenzuretten, schlägt Reisenzahnvor, die Eigenkapitalquote zu verbessern, indem die stillen Reserven in der Bilanz (Immobilien) aufgewertet werden. Dassollim Oktober im Parlament diskutiert werden. Denn wer ein neg a t ives E i genkapi tal v o rweist (im Tourismus gar nichtsoselten), hat Schwierigkeiten, die Hilfenzubekommen.Dieaktuellwiederaufge-flammten Reisebeschränkungenbedrohendiewichtige Wintersaison, in der die H otels 7 5% i hrer E rträge e rwirtschaften. Reisenzahn: „Eswirdheuersehrkurzfristig gebucht werden. Selbst für Weihnachten liegenwir erstbei70%vom Vorjahr. “ Trotzgroßzügiger Stornoregelungenwartenviele Urlaubernochzu.A nd ers a l s i m S om mer könnendie Inländernichtin die Breschespringen. Wifo-Experte Oliver Fritzsiehtda kaum Potenzial: „Wer früherim Winteraufdie Kanaren geflogen ist, der macht eher keinen Skiurlaub, das isteinanderer Urlaubstyp. “ 7 3 M illionen Ü bernachtungenbrachteunsim Vorjahr e ine g ute W intersaison.E in Rückgangum20%wärelaut Prodinger-Untersuchung gerade noch zu verkraften.Dochsollteder„worstcase“ eintreten mit einem Minus v on 4 0%, w ürde d as w eitere 34%Einkommensverlustbedeuten. Im Schnittverdient ein Betriebohnediesnur6% vom Umsatz.Ganzschlimmsiehtesim Städtetourismus (1600 Betriebe in den Landeshauptstädten) aus. Da droht ab Jännereine Schließungswelle, weilessichbeiunterzehn P r o zent A u s last u n g f ü r n i emandenmehrrechnet. Man hofft, dass zumindest die Hilfsmaßnahmender Regierungverlängertwerden.Manfred SchumiTourismus-KriseImJeder vierte Mitarbeiter kriegt keinen Job mehrE e K i ine rste onsequenz st, dass die Branche für die k S n n ommende aison ur och drei Viertelderrund120.000 Mitarbeiter einstellenwird. Diegroße Unsicherheitsind dieausländischen Gäste(siehe Grafik), die 77% der U rlauber a usmachen.I n T irol, demwichtigsten Winter-Ziel, sindessogar93%.Thomas Reisenzahn: „Wirsindvonder Erfolgs-zur Krisenbranchegeworden. “

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