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Der letzte Kaiser

Denn tatsächlich regiert in Tirol neben dem Landeshauptmann persönlich in erster Linie die Gefahr: In der Causa Ischgl etwa ermittelt die Staatsanwaltschaft, eine Hundertschaft privater Betroener klagt.„Eine andere Tonalität in der Krisenkommunikation jenseits der Opferrolle wäre dring end g efragt, aber dazu sind Platter u nd seine Mitstreiter nicht fähig oder nicht willens“, sagt der Tiroler Tourismus-Consulter Thomas Reisenzahn.Als Tirol dann zum Zentrum der Südafrika-Mutante wurde, verweigerte der Landeschef bis zur letzten Sekunde die Einhaltung der vom Bund vorgegebenen Sicherheitsmaßnahmen. Als er selbst wiederum übers deutsche Eck nach Wien reisen wollte, verwehrte ihm sein bayerischer Amtskollege Markus Söder die Durchreise. „Die grö ßte Demütigung, die einem Landes h auptmann passieren kann“, sagt Professor Ferdinand Karlhofer, Politikwissenschaftler an der Universität Innsbruck. Und Tir o ls einziges mobiles PCR-Testlabor? Das erhielt seit Herbst – ohne Ausschreibung – Aufträge in der Höhe von acht Millionen Euro für teilweise falsche Testergebnisse. „Wir haben diese Tests aus dem Labor-Truck bereits im September 2020 abgelehnt“, sagt ein Gesellschafter einer touristisch stark verankerten Tiroler Unternehmensberatung. Der Anbieter HG Pharma hätte den Produktcheck nicht bestanden, sei „dubios“ gewesen. „Dass das Land Tirol auf diese Akteure hineinel, ist schon etwas peinlich. “ Alles „gesetzeskonform, wir handelten aufgrund äußerst dringlicher und zwingender Gründe“, heißt es dazu lapidar aus Platters PR-Abteilung.I m gottlosen Rest der westlichen Welt wären das für den obersten Krisenmanager allesamt Rücktrittsgründe. Nicht so im H eiligen Land. Denn dort gibt auch weiter der oberste Blasmusiker, als Teenager n och Gitarrist einer Rockband, den Ton an.„Von außen betrachtet ist Platter das Gesicht der Krise, doch aus Innensicht ist er als L andeshauptmann vollkommen ungefährdet“, konstatiert der aus Tirol stammende Politikberater und News-Kolumnist Peter Plaikner. Seit 13 Jahren ist Platter nunmehr Landeshauptmann, und wenn er, was außer Zweifel steht, auch die nächste Legislaturperiode durchhält, wird er unglaubliche zwei Jahrzehnte an der Spitze eines Bundeslandes gestanden sein.S ie gelten als die einussreichsten Lobbyisten des Landes: jene rund 5 0 T iroler Topunternehmerinnen und -unternehmer, die die Adlerrunde bilden und entspr echenden Einuss auf die Politik, insbesondere auf die ÖVP h aben sollen. Dies durchaus auch im eigenen Interesse, wie Kritiker den 2002 geg ründeten Zusammenschluss taxieren.U rsprünglich von 20 Personen gegründet, habe er seitdem sukzessive an Gewicht gewonnen. „In Tir ol wird keiner etwas, wenn er nicht bei der Adlerrunde ist“, sagt ein Insider, der anonym bleiben möchte, und verweist auf enge Kontakte der „Adler“ zu t ürkisen Spitzen in Wien und Innsbruck.I mmerhin hätte eine Reihe von Mitglie dern als großzügige Parteispender zwi sc hen 2017 und 2019 rund 1,09 Millionen E u ro an die ÖVP überwiesen. Allen voran Klaus Ortner, Chef von IGO Industries und Hauptaktionär des Baukonzerns Porr, dessen Tochter Iris Ortner seit 2019 auch ein Mandat im Aufsichtsrat der staatlichen Beteiligungsholding ÖBAG hat. Und der sich wiederholt mit ÖVP-Chef Sebastian Kurz getroffen hat. Auch „Speckkaiser“ Karl Handl, Gründungsmitglied der Adlerrunde, spendete – ebenso wie der Ischgler Luxushotelier Johann von der Thannen, der Söldener-Bergbahnen-Chef und Tourismusmulti Jakob Falkner, der Eigentümer der Rathaus Passage, Hans Rubatscher, der Holzindustrielle Michael Pfeifer, Kfz- und Immounternehmer Fritz Unterberger und Klaus Mark, der Chef des B eleuchtungsunternehmens MK Illuminat ion und Präsident der Adlerrunde.M it Tir ols Landeshauptmann Günther Platter pegt man freundlichen Umgang: Im kleinen, heiligen Land, in dem ohnehin jeder mit jedem per Du ist, kennt man sich – und läuft sich immer wieder über den Weg. Insbesondere wenn man etwas zu sagen hat und bei einschlägigen Veranstaltungen mit dabei ist. Das fördert den informellen Austausch. Oziell trit sich die Adlerrunde einmal im Jahr mit Platter, so deren Sprecherin und Entsorgungsunternehmerin Ingeborg Freudenthaler.S ie spricht von einem „konstruktiven Verhältnis“ mit ihm: „Persönliche Treen zwischen der Adlerrunde und politischen Parteien gibt es im Rahmen unserer monatlichen Mitgliedertreffen immer wieder. “ Man sei aber weder ein „Finanzier der Türkisen“ noch einer anderen Partei.Ziel sei es vielmehr, bestmögliche Rahmenbedingungen für eine starke Tiroler Wirtschaft im Einklang mit nachhaltigen Werten zu schaen, so Freudenthaler.Freilich schützt das die Tiroler „Adler“ nicht davor, ins Gerede zu kommen: So gab es etwa Aufregung um den Vizepräsidenten der Runde, Alois Schranz, als der zum medizinischen Berater in den Krisenstab des Landes berufen wurde. Und seine Medalp-Privatklinik in Imst zum Corona-Ersatzquartier für das Krankenhaus Zams a usge wählt wurde. Für die politische Opposition eine klare Unvereinbarkeit.Zumindest schiefe Optik und Intransparenz orten Beobachter und Vertreter von SPÖ, FPÖ sow ie Liste Fritz auch in Zusam menhang mit der Auftragsvergabe an HG Pharma. Denn die soll ihren Ausgangspunkt im Kitzbüheler Country Club haben, dervon Stanglwirt-Sproß und Adlerrun den-Mitglied Richard Hauser geleitet wird.Dort sollen sich bei elitären Treen der Arzt, HG-Pharma-Gründer und Club-Mitglied Ralf Herwig und Mitglieder der Adler runde sowie der Kitzbüheler Society kennengelernt haben, wird kolportiert.Über einen mit dem umstrittenen Urologen verschwägerten und gut vernetzten Eventveranstalter sei der Kontakt mit Kitzbühels Bürgermeister Klaus Winkler zustande gekommen. Und dann die Idee entstanden, den Coronatest-Lab-Truck als „goldenen Standard“ für ganz Tirol zu kreieren, heißt es. Letztlich sei über all diese Verbindungen der lukrative und freihändig vergebene Auftrag vom Land zustande gekommen.„Und das war dann gewissermaßen ein Freifahrtschein für HG P harma“, sagt ein Insider.Wie der Deal im Detail abgelaufen ist, ist nach wie vor unklar. Deshalb wollen FPÖ und SPÖ via Landesrechnungshof und über eine Anfrage an Platter wissen, wer konkret die Verantwortung für die „ freihändige Auftragsvergabe“ an die Firma trägt. In Platters Büro heißt es dazu auf News-Anfrage, dass HG Lab Truck beim Land von sich aus ein Angebot vorgelegt h abe. „Die Vorgehensweise wurde vorab rechtlich geprüft und war lautVergaberechts experten gesetzeskonform. “ Vor würfen gegen HG Pharma werde gerade nachgegangen; „ein Zusammenhang zur A dlerrunde“ könne „nach aktuellem Kenntnis stand ausgeschlossen werden“.Auch County-Club-Boss Hauser weist einen etwaigen Zusammenhang als „falsch“ zurück: „Der Grund, warum Doktor Herwig in Verbindung mit dem Kitzbühel Country Club aufscheint, besteht darin, dass er Mitglied im Club war und im Rahmen einer Mitgliedschaft die Möglichkeit hatte, Leistungen zu konsumieren und auch die Kontaktaktdaten inklusive Beruf für Members zu veröentlichen“; er also netzwerken konnte. Das Einzige, was von ihm bekannt war, sei seine frühere Tätigkeit als Arzt im Krankenhaus Kitzbühel gew esen. „Von irgendwelchen geschäftlichen Aktivitäten hatte ich nie Kenntnis und dafür auch kein Interesse. Von der Existenz von HG Pharma und ‚Lab Truck‘ habe ich aus den Medien und durch die Installation als Teststation des Landes in Kitzbühel erfahren“, so Hauser. Seine „persönliche Mitgliedschaft bei der Adlerrunde“ habe zudem „ausschließlich den Grund, am Austausch über unternehmerische Erfahrungen mit Unternehmer-Kollegen in Tirol interessiert“ zu sein.Logisch: Immerhin trit er da nicht nur auf die zuerst Genannten, sondern auch auf Kapazunder wie Hotelier Christian Harisch, Seilbahner Hannes Parth, Handelsketteninhaber Leopold Wedl, Multiuntern ehmer Anton Pletzer, Steuerberater und I n v est or Peter Grüner sowie Ex-Mitglied Seilbahnen-Sprecher und ÖVP-Abgeordneten Franz Hörl. Womit für den Austausch interessanter und möglicherweise l ukrati v er Infos gesorgt ist.Phänomen Günther Platter – der letzte Landeskaiser, ein Politfossil wie aus unserer schnelllebigen Zeit gefallen. Mit seinen knapp 66 J ahren ein schon etwas angegrauter und im Grunde genommen auch sonst eher farbloser, hölzerner Gegenentwurf zu seinem jugendlichen Chef Sebastian Kurz und dessen Speed-Kills-Fetisch.Und dennoch dessen altkluger Bergkamerad, der den allmächtigen Bundesbasti gekonnt am Schmäh hält.„Also ich in Tirol kenne nur Schwarz“, sagte Platter etwa im News-Interview, auf die neue, türkise P arteitönung angesprochen.Aber praktisch im selben Atemzug sagte er auch: „Sebastian kann komplexe Themen rasch auf den Punkt bringen, das zeichnet ihn wirklich aus. “ Jedoch: „Wenn man etwas älter ist, lässt man sich in der Entscheidungsndung vielleicht in manchen Bereichen den einen oder anderen Tag mehr Zeit. “ Auch wenn das Zitat aus einer Zeit vor Ischgl stammt, erwies es sich ab Februar 2020 als programmatisch.Jeder habe eben seinen eigenen Stil, gibt sich Bergfex Günther gegenüber dem jungen Wilden vom Ballhausplatz konziliant – während er dessen grünen Regierungspartner in Person des ehemaligen Gesundheitsministers Rudi A nschober regelmäßig zur Verzweiung trieb. Jetzt, im Zuge seiner Regierungsumbildung, hievte Platter mit VP-Landtagsvizepräsident Anton Mattle, der auch Bürgermeister von Galtür ist, als Wirtschaftslandesrat und Annette Leja, der bisherigen Geschäftsführ erin d es Sanatoriums Kett enbrücke, als Gesundheitslandesrätin zwe i langjährige persönliche Vertraute in Spitzenpositionen.D afür setzte er ohne viel Auebens die g erade einmal 27-jährige Sophia Kircher, die gemeinsam mit Kurz bereits bei der Jungen ÖVP in Wien werkte und als dessen treue Gefolgsfrau gilt, auf den Posten der Landtagsvizepräsidentin – einen Job auf der realpolitischen Reservebank zwar, wo s ie dem Landeschef nirgends reinpfuschen kann. Aber einen mit rund 9.000 Euro fettdotierten und durchaus prestigeträchti gen. Für seinen Kumpel, den Kanzler, ist das ein diskretes, fast schon devotes Respektsignal, beinahe schon vom Rang eines ein Herzibussi-Emojis. Denn immerhin, so hält das der Pragmatiker Platter, soll im ausgewiesenen Tourismusland Tirol auch der gelegentliche Wiener Gast das Gefühl haben, König zu sein.Dafür aber sonst immer feste reinhauen gegen die skrupellos mächtige Bundesregierung, dazu noch eine veritable Überdosis lokalpatriotischen Pathos – so geht Populismus Mark e Platter: „Ein Kranz von Bergen, stolz und hoch erhoben, umringt die Heimat, mein Tiroler Land“, intoniert er, der ehrenamtliche Blasmusikpräsident, schon seit Jahrzehnten auf Brauchtumsfesten und deren brauchdümmlichen Ablegern immer und immer wieder die heimliche Landeshymne „Dem Land Tirol die Treue. “ Und zupft dazu – die letzte Reminiszenz an seine Zeit als pubertierender Rocker – inbrünstig die Gitarre. Und das kommt gut an beim Wahlvolk.Noch zu Jahreswechsel – gut zehn Monate, nachdem Tirol und Ischgl von der W e ltpresse zur globalen Seuchenzone erk lärt wurden – hätten laut repräsentativer U mf r age 52 Prozent aller Tirolerinnen und Tiroler im Falle von Wahlen der Plat-ter-Partei – der schwarzen, nicht der türkisen – ihre Stimme gegeben. Bei den echten Landtagswahlen zwei Jahre davor votierten (bei einem Zuwachs von knapp fünf Prozent) immerhin 44 Pr ozent für Platter.Aber wie macht er das? Wer das wirklich begreifen will, muss weit, weit zurückblicken und Platter quasi in seiner historischen Dimension erfassen. Seit 35 Jahren, seit dem Jahre 1986, als Tschernobyl explodierte, Waldheim Präsident wurde und Kanzler K urz das Licht der Welt erblickte, ist der Mann bereits in der Politik, war erst Gemeinderat in seiner Heimatstadt Zams, dann Kulturlandesrat, dann Verteidigungsminister, dann Innenminister und schließlich Landeshauptmann. Platter sei, auch wenn er oft unterschätzt werde, dank akk umulierter Erfahrung ein echter „Bauchpolitiker“ geworden, sagt Politberater Plaikner. U nd Politologe Karlhofer sagt: „ Platter ist nach außen hin ein Verwalter und nach innen ein Drahtzieher. “ Einer, der ganz genau weiß, wo er anecken darf und wo nicht. Die Opposition reibt sich an ihm seit Jahren erfolglos auf, wie auch jetzt in der Causa HG Pharma. Ernsthafte Konkurrenten oder Widersacher hingegen macht sich Platter systematisch zu Freund en – nicht zuletzt in der aus Tirols ein-ussreichsten Unternehmern bestehenden „Adlerrunde“ ( siehe Kasten, Seite 19).Seit Waldheim gewählt wurde, seit Tschernobyl explodierte, seit Kanzler Kurz auf der Welt ist – so lange ist Günther Platter bereits in der Politik. Zu lange, als dass ihn die weltweite Kritik an seinem Corona-Management kratzen würde.Über die Machtpragmatik eines UnterschätztenP OLITIKP OLITIKSYMBOLSCHWER.Hier thront Platter, auch wenn es nur ein Klappstuhl ist26 19 | 2021Von David Pesendorfer und Günter Fritz; Foto: Ricardo Herrgott19 | 2021 27Die isländischen Behörden klassizieren Ischgl als Risikogebiet, stellen die alpine Partymeile auf eine Ebene mit der zentralchinesischen Cor ona-Wiege Wuhan und legen Quarantänemaßnahmen für Tirol-Heimkehrer fest. Das war am 5. März 2020. Am 7. März meldet Ischgl den ersten oziellen Covid-Fall, einen Mitarbeiter der Après-Ski-Bar „Kitzloch“. Doch was passierte am 6. März, im Zeitfenster zwischen den Schicksalstagen? Wo war der oberste Chef?D ort, wo – aufpoppendes Virus hin, heraufdräuende Pandemie her – in Tirol die echte M usi spielt: im „Postgasthof Gemse“ zu Zams, wo der örtliche Musikverein zur 72. Generalversammlung lud. Denn dem steht Günther Platter als Präsident vor.Und da er auch Präsident des gesamten Tiroler Blasmusikverbandes mit seinen 3 03 Kapellen und 15.650 aktiven Mitgliedern ist, ist seine Anwesenheit alternativlos. Immerhin gilt es, einen verdienten K a pellmeister zu verabschieden und den Taktstock in die Hände eines vielversprechenden Nachfolgers zu legen. Drei Tage spät er, am 9. März, wird bekannt, dass der „Kitzloch“-Mitarbeiter 15 weitere Mens chen angesteckt hat – und Österreich hat seinen ersten C ovid-Cluster.Nur Platter, der dirigiert weiter, unbeirrt und ungehindert. Auch weil es, im Ge- gensatz zur Zamser Musi, keinen vielversprechenden Nachfolger gibt, dafür hat er selbst g esorgt. Ja mehr noch: Erst dieser Tage gab er bekannt, im Jahr 2023 erneut für das Amt des Landeshauptmanns zu kandidieren. „Eine gefährliche Drohung“, sagt Andrea Haselwanter-Schneider, Vorsitzende der oppositionellen Liste Fritz.Die größte DemütigungDAS VORSPIEL. Teenager Platter würgt die StromgitarreDER TAKTGEBER. Platter d irigiert als Präsident die 303 Tiroler Blasmusikkapellen – die Macht der FolkloreAdler im Country ClubDer Kitzbüheler Country Club soll Ausgangspunkt der Causa HG Pharma gewesen sein. Dessen Gründer und CEO wieder ist Mitglied der einussreichen AdlerrundeGroßzügige SpenderSchiefe Optik und IntransparenzCountry-Club-Gründer und CEO Richard Hauser weist eine Verbindung zum HG-Lab-Truck-Deal mit dem Land zurückAuch wenn er oft unterschätzt wird, ist Platter mit den Jahren ein echter Bauch- p olitiker geworden“P eter Plaikner Der Politberater über Österreichs l ängstdienenden PolitikerP OLITIKZIEMLICH BESTE FREUNDE. Der Alte hält den Jungen gekonnt am Schmäh und schmeichelt ihm dort, wo es ihm selbst nicht wehtutVaterfigur und Junger WilderPathos, Stolz und TreueGehorsamer Inner CircleDer Inner Circle Platters hingegen besteht nicht aus Mächtigen, sondern aus unverbr üchlich treuen Vasallen, die was sind, weil er das will. Und die daher wollen, was er sagt. Und die, obwohl an Jahren um einiges reifer, entfernt an Haiders willfährige Buberlpartie erinnern. „Er umgibt sich fast ausschließlich mit Ja-Sagern, nicht mit M enschen, die ihm sagen, dass wir in Tirol derzeit ein echtes Problem haben“, sagt Liste-Fritz-Chen Haselwanter-Schneider.Martin Malaun, der Geschäftsführer der Landespartei, und Florian Kurzthaler, Chef der Abteilung Öentlichkeitsarbeit des Landes, sind da in erster Linie zu nennen. Auällig ist die Kombination deswegen, weil Kurzthaler zunächst unter Malaun Vizegeschäftsführer der Partei war, eher er – ohne externe Ausschreibung – zum obersten PR-Mann des Landes avanciert e. Und somit die Arbeit der Regier ungsmannschaft promotet, die bis auf zwei v ersprengte Grünen-Politikerinnen ausschließlich aus Platters Leuten besteht.Und da die Abteilung für Öentlichkeitsarbeit wiederum direkt dem Landeshauptmann untersteht, haben sich die Ausgaben für Ö entlichkeitsarbeit von 2019 auf 2020 still und heimlich von 2,2 Millionen Euro a uf 4,4 Millionen verdoppelt, das ergaben R echerchen der Liste Fritz. Alleine die Aufwendungen zum Thema Corona-Management – das regionale Gegenprogrammm zur v ernichtenden Weltpresse – schlugen mit 2,5 Millionen zu Buche.Das Land habe „allen Medien bis zur kleinsten Pimperlzeitung mit Hunderten ganzseitigen, komplett inhaltsfreien Werbeeinschaltungen jede kritische Berichterstattung ausgetrieben“, wettert der über die Landesgrenzen hinaus bekannte Blogger, Bergbauer und Aktivist Markus Wilhelm. Im Land des letzten Kaisers fast schon Majestätsbeleidigung.

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