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Bye-bye Preisliste

Die fixe Preisliste hat ausgedient und wird durch flexible Raten ersetzt steuerung über den preis und Marktsegmente Das Ziel flexibler Preisoptimierungen ist es, die Preise an einzelnen Tagen so zu gestalten, dass schwach nachgefragte Tage attraktiver werden und gleichzeitig die starke Nachfrage für andere Tage dazu genutzt wird, die Durchschnittsrate zu heben.So gelingt es, preissensible Gäste mit attraktiven Preisen anzulocken.Als Anreiz für frühzeitige Buchungen kann auch eine Frühbucher-Rate eingeführt werden, bei der bis zu einem gewissen Zeitpunkt vor der Anreise ein prozentualer Abschlag gewährt wird. Um die Planbarkeit zu erhöhen und Gäste davon abzuhalten wieder zu stornieren, sind viele reduzierte Raten nicht mehr kostenfrei stornierbar.Ebenfalls sollten die Preissprünge und -unterschiede der einzelnen Marktsegmente und Kategorien wohl überlegt, strategisch geplant und laufend optimiert werden, um den maximalen Ertrag zu generieren.steuerung über Verfügbarkeit oder Buchungskanal Neben dem Preis kann auch die Verfügbarkeit dazu dienen, die Nachfrage zu steuern. Einen Ansatz stellt hier die Verfügbarkeit von Zimmerkategorien dar (beispielsweise Zimmer mit Bergblick und Zimmer zur Straße). Diese muss jedoch operativ sinnvoll sein.D ie Umsatzsteuer-Rückführung, die Einführung der Mangelberufsliste und das Verbot der Ratenparität werden als die großen politischen Erfolge gefeiert!Hand aufs Herz: die Umsatzssteuer-Thematik ist nur eine Rückkehr zur Ausgangslage und die Mangelberufsliste ist ein Rohrkrepierer mit lediglich einer Handvoll zusätzlich rekrutierter Mitarbeiter. Die Ratenparität wird von den Reiseplattformen schon längst untergraben und gewinnt mit den Booking.basic-Vorfällen aktuell wieder an Brisanz. Was feststeht ist, dass zwei dieser Themen mit dem Hotel-Pricing unmittelbar zusammenhängen. Denn kein anderer Hebel – weder Auslastungssteigerung noch Kostensenkung – beeinflusst die Profitabilität eines Hotels auch nur annähernd so stark wie das Pricing (siehe Grafik oben).Grundsätzlich geht es beim Revenue Management um die Ertragssteuerung über den Preis. Um die optimalen Preise für die unterschiedlichen Tage und Zimmerkategorien festzulegen, ist es zunächst wichtig, sich die internen und externen Einflussfaktoren bewusst zu machen. Die internen Faktoren wie Buchungslage, Kosten und Erfahrungswerte bilden dabei den Rahmen, innerhalb dessen die Preise festgelegt werden. Die Preise dürfen dabei einerseits nicht unter die Kostengrenze (Break-evenPoint) fallen und andererseits auch nicht so hoch werden, dass niemand mehr bereit ist, den angebotenen Preis für das jeweilige Zimmer zu bezahlen. Dabei gibt es mehrere Punkte, an denen man strategisch ansetzen kann.Bye-bye preisliste Gr afik © Prodinger; F oto © Prodinger , Vitalpin Den eigenen Masterplan in der Hand: Wer ein klares Profil hat, agiert profitabler.N E U E S E R I E kommentar Ausgerechnet 78

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